Kennwert C
Die Spanne zwischen den Werten des Ausgangssignals bei Nenndrehmoment und bei Drehmoment null. Bei HBM-Drehmomentaufnehmern werden gewöhnlich zwei separate Kennwerte für Rechts- und Linksdrehmoment angegeben.
Bild 1: Kennwert und Nenndrehmoment
Der Kennwert C charakterisiert die Gerardensteigung der Kennlienie. Als Kennlienie wird dabei die Verbindungsgerade zwischen dem Ausgangssignal SM0 in Einbaustellung vor Belastung (Vordrehmomentsignal) und dem Ausgangssignal SM0 bei Nenndrehmoment zugrundegelegt, die bei zunehmender Drehmomentbelastung bestimmt sind. Damit kommt man zu der einfachen Berechnungsformel
C = Sn − SM0
Der Kennwert bildet gemeinsam mit dem Nenndrehmoment ein bekanntes Wertepaar aus Drehmoment und zugehöriger Spanne des Ausgangssignals. Sind zwei solchen Wertepaare gegeben, kann damit die Einstellung des Messverstärkers vorgenommen werden. Als zeites Wertepaar wird in der Regel das Paar Drehmoment null - Ausgangssignalspanne null (Ausgangsignal = Vordrehmomentsignal) verwendet.
Nennkennwert
Der den Aufnehmer kennzeichnende Nennwert für den Kennwert. Der Nennkennwert ist für Rechts- und Linksdrehmoment normalerweise gleich.
Der Nennkennwert ist ein Typ und Messbereich des jeweiligen Aufnehmers charakteristischer Wert. Der Kennwert des Individuums entspricht diesem nur innerhalb gewisser Toleranzen.
Kennwerttoleranz
Die zulässige Abweichung zwischen tatsächlichem Kennwert und Nennkennwert. Sie wird prozentual bezogen auf den Nennkennwert.
Bei Drehmomentaufnehmern von HBM wird der Kennwert vor Auslieferung gemessen und im Prüfprotokoll oder Kalibrierschein eingetragen. Aus diesem Grund wird die Kennwerttoleranz bei der Bestimmung der Genauigkeitsklasse nicht einbezogen.







