Ihr Weg zum Kalibrierzertifikat

Die Kalibrierung können Sie bei uns sowohl als reine Dienstleistung wie auch beim Kauf von HBM-Produkten durchführen lassen. Je nach Gegebenheiten und Anforderungen ist auch eine Vor-Ort-Dienstleistung durch HBM-Service-Ingenieure möglich

Einzelgerät oder Messkette?

Eine Kalibrierung gilt streng genommen nur für Anwendungen, bei denen das Messgerät entsprechend den Kalibrierbedingungen eingesetzt wird.
Vom Gesichtspunkt der Minimierung der Abweichungen ist daher die so genannte Kalibrierung der Messkette ideal: Dabei wird der Aufnehmer gemeinsam mit dem Verstärker kalibriert, mit dem er auch in der Anwendung eingesetzt wird.

Die Kalibrierung von Einzelgeräten ist hingegen dort zu wählen, wo Aufnehmer und Messverstärker einander nicht fest zugeordnet sind.

Die Werkskalibrierung ist unter bestimmten Voraussetzungen auch vor Ort möglich.

Teilbereich oder Nennmessbereich?

Standardmäßig werden Kalibrierungen für den Nennmessbereich des betroffenen Aufnehmers bzw. Geräts durchgeführt. Für bestimmte Anwendungen ist eine Kalibrierung im Teilbereich sinnvoll. So lässt sich oft die Genauigkeit in diesem Teil des Messbereichs verbessern.

Werkskalibrierung oder DAkkS-Kalibrierung?

Bereits die Werkskalibrierung als die preiswertere Alternative dokumentiert die Rückführbarkeit. Die DAkkS-Kalibrierung (DAkkS = Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH) erfüllt besondere Ansprüche bezüglich Kalibrierablauf und Informationsgehalt.

Unter den Besonderheiten bei der DAkkS-Kalibrierung ist besonders die Bestimmung der Messunsicherheit und Klasse hervorzuheben. Bei der DAkkS-Kalibrierung zur Messgröße Kraft oder Drehmoment wird als Kalibrierergebnis aus den einzelnen festgestellten messtechnischen Eigenschaften (Wiederholbarkeit, Interpolationsabweichung, ...) die Messunsicherheit berechnet und eine Klassifizierung vorgenommen. Die Klassen sind in den entsprechenden Normen definiert.

Wie lange gilt eine Kalibrierung?

  • Grundsätzlich gilt eine Kalibrierung nur zum Zeitpunkt ihrer Durchführung
  • Die Festlegung von Kalibrierintervallen ist Verantwortung des Anwenders. Empfehlung: Elektronikgeräte ca. ein Jahr, Aufnehmer maximal zwei Jahre.