HBM testet die schnellste Bahn der Welt
Die Hochgeschwindigkeitstrasse der Magnetschwebebahn Transrapid wird mit HBM-Messsystemen geprüft.
Transrapid International, mit Sitz in Berlin, entwickelt Magnetschwebebahnen für verschiedene Personentransportprojekte in Deutschland und China. Anstelle von Rädern und Schienen nutzt der Transrapid-Zug das berührungslose, elektromagnetische Schwebeprinzip (EMS). Am Zug montierte Magnete einerseits, sowie in den Fahrweg integrierte Magnete andererseits, stoßen sich gegenseitig ab und koppeln die Funktionen Tragen und Antreiben.
Die Versuchsstrecke des Unternehmens befindet sich in der Nähe von Lathen im Emsland. Dort erreichte die neueste Version des Zugs Geschwindigkeiten von bis zu 450 km/h. Verschiedene Fahrwegstypen wurden hier geprüft, so z.B. Ausführungen aus Beton oder Stahl.
Kürzlich wurden Hybrid-Träger aus Beton und Stahl realisiert. Der 62m lange Zweifeldträger wiegt ca. 350 Tonnen und besteht aus einem vorbelasteten, nachgespannten und verstärkten Betonkörper und aufgeschraubten, freitragenden Stahlkonstruktionen, die als Funktionsoberflächen dienen. Der Beton sorgt für einen niedrigen Geräuschpegel und eine gute Schwingungsdämpfung, während der Stahl eingesetzt wird, um den Abstand zwischen Fahrzeug und Fahrweg genau einhalten zu können.
Die Industrieanlagen-Betriebs-Gesellschaft mbH (IABG) betreibt die Versuchsstrecke für Transrapid und hat die neuen Fahrwegsabschnitte getestet. Willi Nieters von IABG sagt: “Wir setzen in der Versuchsanlage HBM-Geräte bereits seit Beginn der Entwicklungsphase ein und sind damit sehr zufrieden. Ein weiterer Grund für die Entscheidung von IABG war, dass HBM alle erforderlichen Komponenten aus einer Hand anbietet.
Zudem sind die Messsysteme von HBM modular und flexibel, so dass weitere Komponenten einfach ergänzt werden können, um entsprechend auf sich wechselnde Anforderungen reagieren zu können.
Nicht zuletzt war die hohe Zuverlässigkeit der HBM-Geräte ausschlaggebend für IABG. Für unsere Prüfungen setzen wir folgende Produkte von HBM ein: MGCplus mit 200 Kanälen, Dehnungsmessstreifen, Wegaufnehmer, Beschleunigungsaufnehmer und die Mess- und Auswertesoftware catman®. Die ersten Prüfungen erfolgten bereits im Verlauf der Fertigung des Trägers, d.h. während der Aushärtungsphase.
Danach führten wir umfangreiche Messungen bei der Inbetriebnahme durch, um die zu erwarteten Belastungen zu überprüfen. Für ca. 70% aller Messungen wurden am Armierungsstahl im Innern des Betonkörpers sowie an der Außenseite des Trägers angebrachte Dehnungsmessstreifen verwendet. Außerdem wurden Wege und Schwingungen gemessen.”



