Messungen während einer eisbrechtechnischen Expedition mit MS „Polarstern"
Der Dimensionierung des Schiffskörpers sowie der lokalen Rumpfkonstruktion eines eisgehenden Schiffs liegen Vorschriften zugrunde, die im wesentlichen von empirischen Werten aus dem Betrieb in der Ostsee abgeleitet sind.
Der Dimensionierung des Schiffskörpers sowie der lokalen Rumpfkonstruktion eines eisgehenden Schiffs liegen Vorschriften zugrunde, die im wesentlichen von empirischen Werten aus dem Betrieb in der Ostsee abgeleitet sind.
Um die beim Bau des Polarforschungsschiffs Polarstern getroffenen Annahmen auf ihre Anwendbarkeit in arktischen Gewässern zu überprüfen, erfolgte im Jahre 1984 auf ingenieurwissenschaftlicher Basis eine eisbrechtechnische Expedition in das Fest- und Treibeisgebiet östlich von Labrador. Dazu wurde in der Polarstern eine Vielzahl von Meßeinrichtungen installiert, mit deren Hilfe die Auswirkungen der statischen und dynamischen Belastungen des Schiffs durch das Eis ermittelt wurden.
Die Erfassung der Meßgrößen erfolgte u.a. mit Dehnungsmeßstreifen, Wegaufnehmern, Beschleunigungsaufnehmern, Drehwinkelaufnehmern und Thermoelementen. Die Meßsignale wurden einer zentralen Meßstation zugeführt und von einem Großrechner ausgewertet und dokumentiert.
Veröffentlicht von: Arno Westram


