Kalibrieren von Brückennormalen für die Dehnungsmeßstreifen-Meßtechnik
Im Rahmen eines Forschungsvorhabens wurde in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) das Fehlerverhalten eines transformatorischen Brückennormals vom Typ BN 100 untersucht.
Für das elektrische Messen mechanischer Größen mit Hilfe von Dehnungsmeßstreifen besitzt das Spannungsverhältnis mV/V als Einheit des Meßsignals große Bedeutung. Die Meßgrößen Kraft, Druck, Drehmoment, Weg oder Dehnung werden bei diesen Messungen mit Hilfe von Aufnehmern erfaßt und in der Einheit mV/V abgebildet. Diese Spannungsverhältnisse werden von nachgeschalteten Meßgeräten angezeigt.
Zur Kalibrierung dieser Meßgeräte ersetzt man den Aufnehmer bzw. dessen Brückenschaltung durch ein Brückennormal, mit dem sich definierte Spannungsverhältnisse auf rein elektrischem Wege darstellen und an das Meßgerät anlegen lassen. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens wurde in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) das Fehlerverhalten eines transformatorischen Brückennormals vom Typ BN 100 untersucht.
Dazu wurde von der PTB auf der Basis einer neukonzipierten Schaltung eine Meßeinrichtung entwickelt; mit der Spannungsverhältnisse um 2 mV/V bei einer relativen Meßunsicherheit von nur 5 10-6 bei einer Meßfrequenz von 225 Hz ermittelt werden können. Diese Meßeinrichtung wird im vorliegenden Aufsatz beschrieben und zusammen mit den Meßergebnissen vorgestellt.
Veröffentlicht von: Günther Ramm


