Neues Wirkungsprinzip für Werkstoffprüfmaschinen
Der Aufsatz stellt das erste Labormuster einer nach dem Kraftnebenschluß-Prinzip arbeitenden Prüfmaschine vor und gibt anhand von Kraft-Verformungsdiagrammen eindrucksvolle Beispiele für die Leistungsfähigkeit des neuen Prinzips.
Herkömmliche Werkstoffprüfmaschinen stellen für den Kraftfluß aufgrund ihres Wirkungsprinzips eine mechanische Reihenschaltung dar, deren elastisch verformbare Bauteile bei Belastung als Energiespeicher wirken. Das ist besonders bei abnehmendem Verformungswiderstand der Probe nachteilig für den Versuchsablauf.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wird ein neues Prinzip vorgestellt, das die im Maschinenrahmen und in den Krafteinleitungsteilen gespeicherte Verformungsenergie von der Probe fernhält.
Der Probe wird ein steifer Kraftnebenschluß in Form eines verstellbaren Rahmens mit veränderbarer Wirkungslänge parallel geschaltet. Dieser wirkt ausschließlich als Wegquelle für die Verformung der Probe.
Veröffentlicht von: Winfried Markowski


