Meßtechnische Überwachung der Setzungsbewegung des Flußpfeilers der Inntal-Autobahnbrücke bei Kufstein
Der Aufsatz beschreibt die durchgeführten Messungen sowie die Maßnahmen zur Sicherung und Schadensbehebung.
Am 11. Juli 1990 senkte sich über Nacht der Flußpfeiler der Innbrücke bei Kufstein durch eine Auskolkung der Flußsohle an der stromabwärtigen Seite um mehr als 1 m. Sofort wurden alle Verkehrswege im Brückenbereich gesperrt. Sicherungsmaßnahmen führten zum langsamen Abklingen der Pfeilersenkung und zur teilweisen Verkehrsfreigabe.
Eine wesentliche Maßnahme im Rahmen von Sicherung und Schadensbehebung war die Installation eines integralen Meßsystems, das bei Überschreiten vorgegebener Grenzwerte die Sperrung der betroffenen Verkehrswege auslösen konnte.
Wichtiger Bestandteil dieser Meßanlage war eine elektronische Schlauchwaage, bei der die Pegelstände in den Meßbehältern gravimetrisch mit Wägezellen erfaßt und deren Signale einem mit der Alarmmeldeeinheit gekoppelten Vielstellenmeßgerät UPM 60 zugeführt wurden. Zusätzlich wurden mit induktiven Wegaufnehmern die beim Hebevorgang der Brückentragwerke eintretenden Rißbreitenänderungen gemessen.
Veröffentlicht von: Martin Aschaber


