Elastische Deformationsmessungen im Schelfeis an der Georg-von-Neumayer-Station in der Antarktis
Der vorliegende Aufsatz beschreibt ein 1990/91 von einem Frauenteam durchgeführtes Pilotprojekt zur Messung zeitabhängiger Deformationsänderungen in der Eisplatte.
Seit 1981 betreibt die Bundesrepublik Deutschland auf dem Ekström-Schelfeis der Antarktis die Georg-von-Neumayer-Station, die neben anderen Aufgaben Langzeitbeobachtungen physikalischer Phänomene im Schelfeisbereich durchführt. Die ca. 200 m dicke Schelf eisplatte erstreckt sich vom antarktischen Festland mehrere Kilometer auf den Ozean hinaus, wird von Gezeiten und Seegang belastet und fließt jährlich etwa um 160 m seewärts.
Der vorliegende Aufsatz beschreibt ein 1990/91 von einem Frauenteam durchgeführtes Pilotprojekt zur Messung zeitabhängiger Deformationsänderungen in der Eisplatte. Dazu wurden mit Dehnungsmeßstreifen versehene Meßsonden in ca. 45 m Tiefe in das Eis eingefroren und deren Meßsignale permanent mit einem Vielstellenmeßgerät UPM 40 erfaßt. Trotz extremer Umweltbedingungen konnten Verformungen des Eises mit hoher Langzeitstabilität und hoher Auflösung gemessen werden.
Veröffentlicht von: Estella Weigelt, Monika Sobiesiak, Emil Aulbach, HAns Berckhemer


