Meßtechnischer Nachweis der Spannungsreduzierung in einer Behälterwand durch Gestaltungsänderung eines Anschweißteils
Der vorliegende Aufsatz beschreibt den Versuchsaufbau und erläutert die durchgeführten Maßnahmen.
Kurz vor Beendigung der Revision wurden auf der inneren Wandung des Speisewasserbehälters einer Kraftwerks-Anlage nach dreijähriger Betriebszeit im Bereich der angeschweißten Halteeisen Risse mit einer maximalen Tiefe von 4 mm festgestellt.
Der Behälter ist 50 m lang und hat einen Durchmesser von 4 m. Alle Anschweißteile wurden daraufhin rißfrei beschliffen und dann nochmals zerstörungsfrei überprüft. Als Ursache des Versagens ergab sich aus metallographischen Untersuchungen dehnungsinduzierte Rißkorrosion (DRK). Diese war auf im betrachteten Bereich entstandene Risse in der als Korrosionsschutz wirkenden Magnetitschicht zurückzuführen, die sich auf der inneren Kesselwand bildet.
Veröffentlicht von: Heinz Joas


