Kraft- und Druckmessung bei Vakuumextraktionen in der Geburtshilfe
Der Aufsatz beschreibt Aufbau und Kalibrierung der Meßeinrichtung und gibt Beispiele für am Phantom und unter der Geburt ermittelte Meßergebnisse.
In der Geburtshilfe wird bei einer Vakuumextraktion mit Hilfe einer Saugglocke eine Zugkraft auf den Schädel des Kindes ausgeübt. Die maximal anwendbare Zugkraft wird vom Kraftschluß durch das Vakuum in der Glocke und vom Formschluß zwischen Glocke und Kopfgeschwulst bestimmt.
Da ein Ablösen der Glocke vom Schädel zu Schädigungen beim Kind führen kann, wurden die Kriterien für ein vorzeitiges Abreißen untersucht. In eine Saugglocke wurden zwei mit Dehnungsmeßstreifen-Membranrosetten versehene Meßscheiben zum Erfassen des Unterdrucks und der auf den kindlichen Kopf ausgeübten Zugkraft eingebaut.
Veröffentlicht von: René Bestgen, Uwe Blücher, Joachim W. Dudenhausen


