Zulässige Schwingbreite

Die Schwingbreite eines sich sinusförmig ändernden Drehmoments, die der Aufnehmer bei einer Beanspruchung mit 10·106 Schwingspielen erträgt, ohne dass dadurch signifikante Veränderungen seiner messtechnischen Eigenschaften bewirkt werden.

Die Amplitude wird als Spitze-Spitze-Wert angegeben, also als Differenz zwischen maximalem und minimalem Drehmoment, siehe auch Bild 7.

In Ergänzung zur zulässigen Schwingbreite muss eine zulässige Obergrenze für das auftretende Drehmoment definiert sein. Diese ist in der Regel gleich dem Nenndrehmoment (jeweils in positiver und negativer Richtung), abweichende Werte sind in den technischen Daten explizit angegeben.

Bild 7: Begriffe zur Schwingbreite

Die Begrifflichkeit ist aus der DIN 50100 übernommen, die sich mit Dauerschwingfestigkeit im Rahmen der Werkstoffprüfung befasst, und wurde von mechanischer Spannung sinngemäß übertragen auf Drehmoment.

Ausschlaggebend für die Dauerfestigkeit ist allein die Zahl der Schwingspiele, die Frequenz ist innerhalb des für mechanische Vorgänge relevanten Frequenzbereichs unerheblich*). Nach DIN 50100 kann bei Näherung davon ausgegangen werden, dass das Bauteil dauerfest ist.

Obergrenze für das Drehmoment beider Schwingbelastung ersetzt explizite Informationen zum Mittelwert der Schwingbelastung. Innerhalb des durch positive und negative Obergrenze definierten Bereichs ist sowohl schwellendes als auch wechselndes Drehmoment zulässig (siehe Bild 7).

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*) siehe hierzu: H.-J. Bargel, G. Schulze: Werkstoffkunde, VDI-Verlag GmbH, Düsseldorf 1988


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