MARPOL Annex VI: Zu hohe Messunsicherheit verhindert technologischen Fortschritt

Geringere Emissionen, höhere Energieeffizienz: Mit dem Annex VI der internationalen MARPOL-Konvention steht die globale Schifffahrt vor einer substanziellen Senkung der Emission von Treibhausgasen. Für Entwickler von Schiffsmotoren bedeutet dies eine doppelte Herausforderung – sie müssen nicht nur neue und effizientere Antriebe entwickeln, sondern auch ihre Test- und Prüfverfahren umstellen.

Denn um den Wirkungsgrad der neuen Schiffsmotoren zu testen, weisen herkömmliche Messverfahren eine viel zu hohe Messunsicherheit auf. Drehmoment-Messflansche von HBM Test and Measurement lösen dieses Problem.

Neue Messverfahren notwendig

Die führenden Hersteller von Schiffsmotoren arbeiten weltweit mit Hochdruck an Lösungen für neue, verbesserte und effizientere Antriebssysteme. Ein Problem stellt die bisher verwendete Methode zur Ermittlung der Ausgangsleistung des Antriebsmotors dar: Die hierfür notwendige Drehmomentmessung im Antriebsstrang wird häufig noch mithilfe von Hebelarmen und Kraftaufnehmern durchgeführt.

Das Problem dieses Verfahrens: Die sehr hohe Messunsicherheit, die oft noch nicht einmal genau beziffert werden kann. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden, benötigen Entwickler und Testingenieure verlässlichere Daten mit einer deutlich geringeren Messunsicherheit.

Weltweit wenden sich die Schiffsentwickler deshalb der Drehmoment-Messflasnschtechnologie zu. Diese Technologie ermöglicht sehr genaue Aussagen über die Leistungswerte eines Systems. Die hier zu erreichende Messunsicherheit für die gesamte Messanordnung ist deutlich kleiner als 1%.

Auch die großen Drehmomente,wie sie z.B. bei Schiffsmotoren vorkommen, stellen kein Problem dar. Mit Standard- oder kundenspezifisch angefertigten Lösungen können Drehmoment-Messflansche in jedem Prüfstand eingesetzt werden. Weitere Informationen zum Thema...

On-Board Monitoring mit Drehmoment-Messflanschen

Neben der Effizienzsteigerung herkömmlicher Motoren setzt die internationale Schiffsbauindustrie auch auf alternative Antriebe. Hier kommt dem Gasantrieb besondere Bedeutung zu: Erdgas verbrennt sehr sauber und effizient, und stellt damit eine Alternative z.B. zu klassischen Dieselantrieben dar. Erdgasbetriebene Schiffsmotoren müssen jedoch sehr genau geregelt werden, damit der Motor nicht in einen Betriebszustand gerät, der Beschädigungen nach sich ziehen könnte.

Auch hier bieten Drehmoment-Messflansche eine ideale Lösung: Sie können direkt an Bord im Antriebsstrang installiert werden und liefern konstant die nötigen Messdaten an die Antriebssteuerung, und dies mit geringer Messunsicherheit.

MARPOL Annex VI stellt hohe Anforderungen an die globale Schifffahrt und ihre Zuliefererunternehmen. Anforderungen, die gemeistert werden können: Durch technische Innovation und sichere Messergebnisse – dank Drehmoment-Aufnehmern von HBM.

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