Ein Lifestyle-Flugzeug für Land, Wasser, Schnee

AKOYA von LISA Airplanes, getestet mit Messtechnik von HBM

Fliegen wieder zum Vergnügen machen: Das ist der Anspruch des neuen, ultramodernen Leichtflugzeugs AKOYA, das derzeit vom französischen Unternehmen LISA Airplanes entwickelt wird. Die Besonderheit des AKOYA: Das Zweisitzer-Flugzeug kann ohne Umbauten auf Land, Wasser oder Schnee starten und landen – eine Piste von gerade einmal 200 Metern genügt. Für Sicherheit und Komfort an Bord sorgen Dehnungsmessstreifen von HBM, sowie das ultra-robuste Messverstärkersystem SoMat eDAQlite.

Das Leichtflugzeug AKOYA ist in vielerlei Hinsicht eines der außergewöhnlichsten Projekte der modernen Luftfahrt. Nicht nur, dass es aus modernsten Verbundmaterialien gefertigt ist. Nicht nur, dass es auf nahezu jedem verfügbaren Untergrund landen kann – auf Wasser, auf Schnee und auch auf Land, und dies ohne Umbauten.

Die vielleicht größte Neuerung des AKOYA ist die Idee und Motivation seiner Entwickler: Fliegen wieder zum Vergnügen zu machen. Von Punkt zu Punkt zu "hüpfen", ohne große Vorbereitungen und Einschränkungen. Ob geparkt auf einer Yacht oder in einer normalen Garage: Die Besitzer eines AKOYA-Leichtflugzeugs werden in der Lage sein, einen spontanen Aus-„flug“ zu unternehmen.

Zahlreiche technologische Innovationen

Doch so pfiffig die Idee ist, so hart sind die Anforderungen an die Technik. AKOYA steht deshalb auch für pure Hochtechnologie. Das Team von LISA Airplanes, dem im französischen Le Bourget du Lac beheimateten Hersteller von AKOYA, stattete das Flugzeug mit beeindruckenden technischen Neuerungen aus.

Die bereits patentierte Technologie "Multi-Access" umfasst:

  • Die "Seafoil"-Technologie: Zwei Querruder, die unter dem Flugzeugrumpf installiert sind und eine gute Stabilität auf Wasser, sowie eine schnelle und einfache Landung ermöglichen. Damit ist AKOYA das einzige Flugzeug überhaupt, das Querruder nutzt, um zu landen.
  • Das Konzept der Skis-in: Eine Kombination aus einziehbarem Fahrwerk und fest an den Rädern montierten Skiern. Dies erlaubt Landungen auf schneebedeckten oder rauen Flächen.
  • Ausschwenkbare Flügel, um das Flugzeug einfach zu rangieren oder transportieren.

Die außergewöhnliche Flexibilität und Stabilität des Flugzeugs liegt auch am konsequenten Einsatz von besonders leichten und gut formbaren Verbundwerkstoffen.

LISA Airplanes verwendet für AKOYA unter anderem Glasfasern, Kevlar, hydrophoben Schaum und Faserkarbonstoffe, imprägniert mit Epoxydharz. Insgesamt kommen beim AKOYA 400 metallische Komponenten und 220 Verbundstoffe zum Einsatz. Der Flugzeugrumpf ist komplett aus Verbundwerkstoffen gefertigt.

Tests mit SoMat eDAQ und Dehnungsmessstreifen von HBM

Das Datenerfassungssystem SoMat eDAQlite, installiert im Cockpit des Flugzeugs AKOYA
Applizierte Dehnungsmessstreifen

Bei der Entwicklung eines neuen Flugzeugs spielen umfangreiche Tests an Strukturen und Bauteilen immer eine entscheidende Rolle. Ganz besonders gilt dies für AKOYA mit seinen zahlreichen Verbundmaterialien, deren Verhalten im Betrieb genau untersucht werden müssen.

Für die Messdatenerfassung setzt LISA Airplanes auf das ultra-robuste Messdatenerfassungssystem SoMat eDAQlite von HBM. Der kompakte und gegen Vibrationen unempfindliche Messverstärker kann direkt im Flugzeug installiert werden.

SoMat eDAQlite unterstützt LISA Airplane dabei, genauere Erkenntnisse über die auf die Struktur des Flugzeugs wirkende Spannungen in verschiedenen Phasen des Flugs zu gewinnen. Mit verschiedenen DAQ-Karten und Modulen des eDAQlite (z.B. ELCPU, ELBRG, ELDIO) werden die Daten von auf Flügeln applizierten Dehnungsmessstreifen (installiert als Viertel-,Halb- und Vollbrücken) und verschiedene weitere Messdaten wie z.B. die GPS-Koordinaten erfasst. Die Dehnungsmessstreifen stammen ebenfalls von HBM.

"Die hohe Auflösung von SoMat eDAQ erlaubt es uns, selbst die Effekte einer kleinen Welle, kleiner als 10 Zentimeter, auf das mit 110 Stundenkilometern landende Flugzeug beim Kontakt mit dem Wasser zu bestimmen", erklärt Laurent Vallet, leitender Entwickler bei LISA Airplanes.

Sicherheit im Betrieb ist wichtig, und verlangt umfassende Tests. Doch bei seinen Messreihen untersucht LISA Airplanes auch Möglichkeiten, den Komfort während des Flugs zu steigern. Die installierten Dehnungsmessstreifen liefern dazu aussagekräftige Daten, um Piloten später einen angenehmeren, ruhigeren Flug zu ermöglichen.

Hybridversion bereits in Planung

Schnell abheben, von Punkt zu Punkt fliegen: Die ersten AKOYA-Flugzeuge werden im Jahr 2013 ihre Touren unternehmen – in den Büchern von LISA Airplanes sind bereits die ersten Bestellungen verzeichnet.

Doch kaum ist die Marktreife des AKOYA erreicht, denken die Flug-Pioniere von LISA Airplanes bereits weiter: Die nächste Stufe wird das Modell HY-BIRD sein, das die Vorzüge von AKOYA mit Hybrid-Technologie und auf den Flügeln installierten Solarzellen verbindet. Die Pioniere des Fliegens, sie suchen weiter nach neuen Zielen –und setzen dabei auf sichere Ergebnisse von HBM.

Über LISA Airplanes

Das Unternehmen LISA Airplanes wurde im Jahr 2004 von Erick Herzberger und Luc Bernole gegründet. Die Entwicklung des Ultraleichtflugzeugs AKOYA begann im Jahr 2006. Es ist die Vision von LISA Airplanes, Flugzeuge zu entwickeln, die eine neue Form der Luftfahrt und einen neuen „Lifestyle des Fliegens“ ermöglichen.

www.lisa-airplanes.com

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