Einstecken und loslegen – TEDS: Plug and Measure mit Aufnehmeridentifikation

Was in der PC-Technik unter der Bezeichnung Plug and Play längst zum Standard geworden ist, hat auch Einzug in die professionelle Messtechnik gehalten. Dank der von HBM mitentwickelten elektronischen Aufnehmeridentifikation über TEDS (Transducer Electronic Data Sheet) steht eine Technologie zur Verfügung, die Messtechnikern exakte Messungen in nur 30 Sekunden ermöglicht.

Plug and Measure erlaubt jedoch mehr als einfach 'einstecken und loslegen' zu können. Messen mit TEDS garantiert neben dem einfachen und schnellen Einrichten von Messketten ebenfalls zuverlässige Messwerte bei jeder Messung – selbst bei häufig wechselnden Messaufbauten und -aufgaben oder einer großen Anzahl eingesetzter Aufnehmer. Dazu sind in jedem Aufnehmer dessen wichtige Kenndaten in Form eines elektronischen Datenblatts gespeichert.

Der Messverstärker kann diese Daten einlesen und automatisch in die richtigen Einstellungen umsetzen. Ohne weiteren Eingriff des Benutzers wird auf diese Weise gleich einheitenrichtig gemessen.

Hier spielt TEDS seine Stärken aus …

Überall, wo komplexe Messungen, Messungen mit häufig wechselnden Messaufbauten und -aufgaben vorgenommen oder messtechnische Komponenten in komplexe Maschinen integriert werden, verspricht TEDS ab sofort vereinfachte und beschleunigte Messungen mit absolut zuverlässigen Ergebnissen für höchste Sicherheit. In Entwicklungslaboren, in der Fertigung und Fertigungsüberwachung und der PKW-Entwicklung spielt TEDS ebenso seine Stärken aus, wie bei der Kalibrierungen mit Referenzaufnehmern und bei Auftragsmessungen, die Dienstleister vor Ort bei ihren Kunden durchführen. Und überall dort, wo vereinfachte Handhabung und erhöhte Sicherheit gefragt sind.

Patente Lösung: die Zero Wire-Technologie von HBM

HBM nutzt die Standard-Leitungen bei allen Aufnehmern mit Rückführleitung (DMS-Aufnehmern in 6-Leiterschaltung, induktiven Aufnehmern und Pt100-Temperatursensoren) zur Übertragung der TEDS-Daten gleich mit. Zusätzliche Adern im Kabel werden nicht benötigt. Eine intelligente Umschaltung (auf die HBM übrigens ein Patent angemeldet hat) zwischen dem analogen Messmodus und dem digitalen Identifikationsmodus wird so möglich.

Da Stecker und Leitungen identisch sind, lassen sich TEDS-fähige Komponenten mit herkömmlicher Technik kombinieren. Das einfache Nachrüsten vorhandener Aufnehmer ohne zusätzliche Leitung ist ebenfalls möglich.

Was steht im TEDS-Speicher?

Der TEDS-Chip speichert nur Daten, die den Aufnehmer selbst beschreiben: Aufnehmertyp, Hersteller und Identifikationsnummer im Basisbereich nach Norm IEEE1451.4. Im zweiten Speicherbereich stehen Daten, die der Hersteller festlegt. Für die Wesentlichsten existieren entsprechend der Norm Templates, die von verschiedenen Messverstärkern einheitlich interpretiert werden, z. B. Messgrößen, Messbereiche oder Kennwerte. Den dritten Bereich beschreibt der Anwender selbst, beispielsweise Filtereinstellungen, Nullsignal und einen kurzen Kommentar - zum Einspeichern stellt HBM einen TEDS-Editor zur Verfügung.

Einstecken und loslegen mit HBM …

HBM liefert TEDS zusammen mit neuen Aufnehmern, die TEDS-Nachrüstung von vorhandenen Aufnehmern bei HBM, TEDS-Module zum Nachrüsten verschiedener Aufnehmer, auch anderer Hersteller, den TEDS-Editor zum Programmieren der TEDS-Module und Messverstärker, die TEDS-Inhalte auslesen können.

Norm

TEDS ist in der Ende 2004 veröffentlichten Norm IEEE 1451.4 definiert. An der Entwicklung dieser Norm hat HBM aktiv mitgearbeitet und gehört damit zu den Messtechnik-Pionieren, die TEDS bereits heute erfolgreich in Produkte implementieren.

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