Automatische Befülleinrichtung für Laborfermenteranlagen: Für Forschungsarbeiten zur Definition von Maßnahmen zur Optimierung der Methanausbeute sowie zur Optimierung der Prozessführung und -steuerung der anaeroben Vergärung nachwachsender Rohstoffe ist die kontinuierliche Beschickung der Versuchsfermenteranlagen mit Substraten nötig.

Automatische Dosierung

Die Untersuchungen sollen unter Verwendung unterschiedlicher Energiepflanzen erfolgen, die als Monosubstrat und Mischungen für die Methanisierung eingesetzt werden. Die Beschickung der Laboranlagen soll ohne manuellen Eingriff über zwei Tage gewährleistet werden.

Intelligente Prozesssteuerung – auf‘s Gramm genau

Bei den Substraten handelt es sich um inhomogene Mischungen (Silage), bei denen Entmischung und Veränderung durch Austrocknen oder anaerobe Umsetzung vermieden werden soll. Ähnliche Anforderungen werden in der automatischen Fütterungstechnik gestellt. Daher wurden Komponenten von TMR-Futterautomaten für Schafe entsprechend verändert.

Basis sind ein abgeschlossener Edelstahl-Vorratsbehälter mit Substratförderung und -auflösung und eine genau ansteuerbare Dosierschnecke. Diese fördert kleine Materialmengen in eine Wiegeschale, in der die Dosiermenge auf 1 Gramm genau vor dem Einbringen in den Fermenter nachgewogen wird.

Durch eine Prozessteuerung werden die Zeitpunkte der Dosierung gesteuert und die dosierten Mengen protokolliert. Bei der jeweils folgenden Dosierung können Abweichungen zur Sollmenge automatisch korrigiert werden.

Die Ergebnisse

Für durchschnittliche Raumbelastungen von 1… 3 kg/m3 und Maissilage können gute Ergebnisse mit Tagesabweichungen zum Sollwert unter 10 g erreicht werden. Einschränkungen treten bei geringer Raumbelastung, also täglichen Dosiermengen im Bereich von wenigen 10 g sowie bei Materialien, die stark austrocknen (z. B. Grassilage) auf. Um die Dosiereinrichtung auch für diese Substrate nutzen zu können, wird an einem verändertem Vorrats- und Auflösesystem gearbeitet.

Der Wägeindikator WE2107 …

… kann sowohl für eichfähige Waagen (NSW) mit „Alibispeicher“ als auch in nichteichfähigen Dosieranlagen für Zu- oder Abzugsdosierung verwendet werden. Speziell für die Dosieranwendungen stehen einfach anwendbare Dosierroutinen mit allen notwendigen Steuerfunktionen (I/O-Kontakte), einfacher Bedienerführung und prozessoptimierenden Reglern zur Verfügung.

Die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten bei überragendem Preis-/Leistungsverhältnis macht das Gerät für viele Anwender zum Standard in der Wägetechnik.

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