Wasserstrahlschneiden: Exakt messen auch bei hohen Drücken

Das Wasserstrahlschneiden ist auf dem Vormarsch. Kein Wunder, bietet der Wasserstrahl doch viele Vorteile gegenüber dem Laser: Das Schneiden von bis zu fünf Mal dickeren Materialien, hohe Genauigkeit, weniger Schadstoffe. Mit den Hochdruck-Aufnehmern "BlueLine" und dem neuen Drucktransmitter P2V können Sie nun die hohen Drücke beim Wasserstrahlschneiden exakt messen.

Das Wasserstrahlschneiden wurde in den 80er Jahren durch das Beimischen von Feststoffen zum Wasserstrahl so verbessert, dass bei Metallen maximal bearbeitbare Materialstärken von 200 mm erreicht werden.

Dieses abrasive Wasserstrahlschneiden erlaubt deutlich größere Schnitttiefen als das Laserschneiden. So ist das Trennen von nichtrostendem Stahl mit dem Laser nur bis zu einer Materialstärke von 20 mm möglich, mit dem Wasserstrahl jedoch bis zu 100mm. Mit dem Wasserstrahlschneidverfahren wird eine Schnittgenauigkeit von ca. ± 0,1mm erreicht.

Eine Nachbehandlung der Schnittkanten ist nicht notwendig und es tritt keine Schadstoffbelastung durch giftige Gase auf. Beim Laserverfahren dagegen entstehen Verbrennungsrückstände, z.B. toxische Dämpfe beim Bearbeiten von Kunststoffen, Acryl, Gummi oder Schaumstoffen.

Allgemein sind die Verfahren des Wasserstrahlschneidens und -entgratens
sinnvolle Alternativen zu den herkömmlichen Schneid- bzw. Abtragverfahren, da diese neben den oben angeführten Vorteilen auch dort angewendet werden können, wo andere Technologien wie der Laser versagen, zum Beispiel unter Wasser, im Explosivstoffbereich, im gefüllten Kraftstoffbehälter.

Wasserstrahlschneiden ist ein Kaltschneideverfahren, mit dem fast alle Materialien verarbeitbar sind. Dazu zählen auch Verbundwerkstoffe, wie Laminate oder faserverstärkte Kunststoffe. Ein mögliches Verziehen durch thermischen Einfluss auf das Werkstück, wie beim Laserverfahren, findet nicht statt.

Der Anschaffungspreis bei auf Wasserstrahl basierenden Verfahren ist geringer als bei Laserverfahren und damit äußerst zukunftsträchtig.

Geeignete Messtechnik für den Einsatz beim Wasserstrahlschneiden

Höchste Drücke genau messen war früher kaum möglich. Mit den Aufnehmern der P3MBP BlueLine Serie und den P2V-Hochdrucktransmittern von HBM ist dies nun keine Schwierigkeit mehr.

Das Besondere der patentierten Konstruktion, die Basis für Druckaufnehmer bis zu einem nominalen Druck von 15.000 bar, ist der monolithisch umschlossene Druckraum. Das heißt der Messkörper besteht aus einem Stück ohne jede Schweißnaht, hat eine sehr hohe Eigenfrequenz und eine bisher ungekannte Lebensdauer.

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