Wägetechnik im verfahrenstechnischen Anlagenbau

Die Hans-Jürgen Keil Anlagenbau GmbH & Co. KG in Hunteburg plant und baut komplette Produktionsanlagen zum Dosieren und Mischen von Flüssigkomponenten und Feststoffen. Misch- bzw. Reaktionsbehälter mit einer Ansatzmenge bis 20 t sind in diesen Anlagen keine Seltenheit.

Bei Dosier- und Mischprozessen sind wägetechnische Lösungen nicht mehr wegzudenken. Dies gilt besonders, wenn es sich um Rohstoffe handelt, deren Eigenschaften eine andere Messmethode nicht zulassen.

Da der Dosierprozess jedoch genau und reproduzierbar sein muss, um optimale Mischungsergebnisse zu bekommen, werden Planer häufig vor schwierige Fragen bzw. schwer zu lösende Aufgaben gestellt:

  • Wie wird die Entkopplung eines Reaktionsbehälters realisiert, wenn dieser während des Prozesses gekühlt bzw. geheizt werden muss?
  • Was ist zu berücksichtigen, wenn der Mischbehälter mit einem Rührwerk ausgestattet werden muss?
  • Wie muss die Bühnenkonstruktion ausgelegt sein, wenn der Mischbehälter auf Pratzen eingehängt werden soll?

Keil Anlagenbau bietet zu all diesen Fragen die passenden Lösungen und setzt hierbei auf Wägetechnik und Auswerteelektroniken von HBM.

Für jeden Aufgabenbereich die passenden Wägezellen

Je nach Anwendungsfall und Umgebungsbedingungen bedient sich Keil Anlagenbau des reichhaltigen Angebotes an Wägezellen und Wägezellenzubehör von HBM.

Favoriten sind dabei die HLC-Wägezellen mit dem Easy top-Elastomerlager bzw. die RTN-Wägezellen mit dem Behältermodul MLAR.

Die richtige Auswerteelektronik für optimale Prozessergebnisse

Zur Ermittlung der Gewichtsdaten wird bei Keil Anlagenbau unter anderem die Auswerteelektronik AED9301 eingesetzt. Die AED 9301 ist über Profibus DP
mit der speicherprogrammierbaren Steuerung gekoppelt.

Die aktuellen Gewichtsdaten werden in der SPS ausgewertet und bei komplexeren Anlagen in einer Prozess-Visualisierung zentral angezeigt. Die Einstellungen und die Kalibrierung der AED 9301 lassen sich bedienerfreundlich über die HBM-Panel 32-Software vom PC bzw. Laptop aus durchführen.

PC-gestützte Dosier- und Mischanlage

Das Anlagenschema (siehe Download) zeigt eine Dosier- und Mischanlage bestehend aus einem PC-Arbeitsplatz, einer SPS, einem 1000l-Mischbehälter, drei 250 l-Vorlagebehälter und einem Arbeitsplatz zur Abfüllung von Kleinkomponenten auf einer 30 kg-Handwaage.

Die Verwaltung der Rohstoffe und Rezepturen geschieht am PC-Arbeitsplatz. Die ermittelten Produktionsdaten werden auf dem PC gespeichert. Am PC ist ein Drucker zur Erstellung des Chargenprotokolls und ein Modem zur Fernwartung angeschlossen.

Weiterhin ist der PC über eine MPI-Schnittstelle mit der SPS gekoppelt. An der SPS sind zusätzlich über den Profibus DP fünf Auswerteelektroniken AED 9301 sowie ein Operator-Panel zur Bedienung im Bereich des Mischbehälters und ein Operator-Panel im Bereich des Handabfüllplatzes der Kleinkomponenten angeschlossen.

An dem Operator-Panel im Bereich des Mischbehälters wird die Rezeptur, die abgearbeitet werden soll, aufgerufen und anschließend gestartet.

Die in der Rezeptur vorkommenden Flüssigkomponenten werden in die 250 l-Vorlagebehälter eindosiert und anschließend in den Mischbehälter abgelassen. Am Handabfüllplatz werden die Kleinkomponenten gemäß der Rezeptur von Hand vorverwogen und dann über einen Trichter in den Mischbehälter gegeben. Der fertige Ansatz wird in 200 l-Gebinde abgefüllt, die dem weiteren Produktionsprozess zugeführt werden. Zur Abfüllung in die 200 l-Gebinde wird am Mischbehälter die Funktion „Entnahmedosierung” gestartet.

Kontakt / Fragen? Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.