Prüfstand simuliert Unfall

Nach ersten Prüfungen in Zusammenarbeit mit BMW entwickelten die Experten der Leatt Corporation eigene Testaufbauten, um die bei einem Unfall auf den Fahrer einwirkenden Kräfte zu simulieren.

„Für diese Vorrichtung gab es keine Prüfstandards, daher mussten wir sie uns selbst setzen“ sagt Cornel de Jongh, Biomedizin-Techniker. Bei einem Unfall treten Druck-, Zug- und Scherkräfte sowie Dehn- und Biegemomente auf, die in Kombination bewertet werden mussten. „Zum Erfassen unserer 23 Dummy- und anderer Sensorkanäle verwendeten wir, abgesehen von der Mechanik, die Datenerfassungseinheit SoMat eDAQlite von HBM“, so Cornel. Mit dem äußerst robusten Messverstärker lassen sich unterschiedlichste Messgrößen erfassen, was SoMat eDAQlite zum „Herzstück“ dieses Prüfstands macht, wie Cornel betont.

Für die Nachbearbeitung der Messdaten verwendete Leatt Corporation die HBM-Software nCode GlyphWorks® – eine leistungsstarke Software zur Verarbeitung von Testdaten im Engineering, mit Fokus auf Betriebsfestigkeit und Lebensdaueranalysen.

In einer speziellen Vorrichtung werden die Auswirkungen eines direkten Schlags auf den Helm erfasst.
Während der Kopf des Dummys gegen einen Metallblock prallt, werden mit der Datenerfassungseinheit eDAQlite die in einer typischen Unfallsituation auftretenden Kräfte gemessen.

Somat eDaqlite

nCode GlyphWorks®

Ein Prüfstand rettet Leben: Entwicklung eines Nackenschutzes für Motorradfahrer

Schwere Verletzungen bei Motorradunfällen betreffen oftmals die Halswirbelsäule. Aus diesem Grunde entwickelte die Leatt Corporation einen speziellen Nackenschutz: ‚Leatt Brace‘. Bei Tests und Prüfungen des Nackenschutzes kommen SoMat eDAQlite und nCode GlyphWorks® von HBM zum Einsatz.

Größte Schwachstelle eines jeden Motorradfahrers ist die Halswirbelsäule, die bei vielen Motorradunfällen verletzt wird. Um diese besser zu schützen, entwickelte der südafrikanische Arzt Dr. Chris Leatt eine spezielle Vorrichtung: „Leatt Brace“ – einen Nackenschutz. Wie bei jeder Sicherheitsvorrichtung waren jedoch vorab umfangreiche Tests und Prüfungen unabdingbar. Die Vorrichtung musste in der Lage sein, beträchtliche auf die Halswirbelsäule wirkende Biegemomente, Scherkräfte und Axialkräfte zu mindern.

Eine Hochgeschwindigkeitskamera zeichnet die im Falle eines Frontalaufpralls auftretenden Scherkräfte sowie die Auswirkungen auf Wirbelsäule und Kopf auf.
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