GreenMot ist ein junges französisches Unternehmen mit Sitz in der Nähe von Lyon, das sich auf die Prüfung von Wärmekraftmaschinen, Antriebssystemen und Energiesystemen, insbesondere in den Bereichen Automotive und LKW, Bahn und Industrieausstattung (Kältesysteme, Energieerzeugung, etc.) spezialisiert hat. Nach seiner Gründung im Oktober 2010 war das Unternehmen schnell erfolgreich, mit Umsatzzahlen von fast 1 Million Euro seit dem ersten Jahr. Grund dafür, dass GreenMot sich so schnell im Markt etablieren konnte, ist die einzigartige Positionierung des Unternehmens, wie Stéphane Londos, Geschäftsführer und Unternehmensgründer erklärt:

"Wir passen unsere Ausstattung an die zu prüfenden Betriebsmittel an, und nicht umgekehrt. Durch nicht-intrusive Prüfungen erhalten wir weitaus zuverlässigere Ergebnisse. Eine weitere Stärke unseres Unternehmens liegt darin, dass wir die durchzuführenden Prüfungen so gestalten können, dass sie zum gesuchten Ergebnis passen und wir in der Lage sind, die erhaltenen Ergebnisse zu analysieren. Dies gibt uns die Möglichkeit, unseren Kunden Vorschläge zu machen, wie sie ihre Geräte verbessern und ihre Leistung steigern können."

Dieser Ansatz nutzt in vollem Umfang die Erfahrungen, die Stéphane Londos während seiner ca. fünfzehnjähigen Tätigkeit bei großen Automobilherstellern und -zulieferern sammeln konnte.

HBM-Geräte - das A und O des Ansatzes von GreenMot

Diese Positionierung beeinflusst die Geräteausstattung in vielfältiger Weise. HBM hatte alle Trümpfe in der Hand, um bei GreenMot zu überzeugen und wurde schnell zum bevorzugten Partner.  

Dafür gibt es zahlreiche Gründe. Da sind zuerst einmal die Arten von Messungen, um die es geht. GreenMot führt viele Drehmomentmessungen durch, ein Gebiet, in dem an HBM quasi kein Weg vorbei führt. Dann gehört noch das Erfassungssystem dazu. Egal ob es sich um Messungen an mobilen (Autos, Züge, LKWs) oder ortsfesten (Prüfstand oder Industrieanlage) Einrichtungen handelt, GreenMot setzt ein Onboard-Erfassungssystem ein, das darüber hinaus die unterschiedlichsten Messgrößen erfassen kann (Drehmoment, Verformung, Drehzahl, Temperatur, Druck, Feuchtigkeit, Luftdurchsatz, etc.).

Mit seinem modularen System QuantumX bietet HBM hier eine Lösung für diese Anforderungen. Stéphane Londos sieht jedoch noch weitere Faktoren, die für HBM sprechen: 

"Wir sind im Bereich der angewandten Forschung tätig, der hinsichtlich der Qualität der Messungen äußerst anspruchsvoll ist. Die Produkte von HBM erfüllen die messtechnischen Anforderungen sehr gut, ganz gleich ob es um die Messunsicherheit geht oder um die Wiederholbarkeit und Synchronisation von Messungen. Das beste zum Schluss: HBM ist in der Lage Aufnehmer "nach Maß" anzubieten, wie wir sie benötigen, um Strukturen auszustatten und nicht-intrusive Messungen durchzuführen. Wir arbeiten daher regelmäßig mit dem deutschen Unternehmen zusammen. Was wir zudem sehr schätzen, ist das hohe Engagement, mit dem sich HBM, als weltweit hoch angesehenes Unternehmen, bereits seit unseren Anfangsjahren bei uns eingebracht hat."

Bei der Durchführung dieser nicht-intrusiven Messungen und gegebenenfalls der Konzeption von Aufnehmern "nach Maß" stützt sich GreenMot auf ein numerisches Modell der zu prüfenden Geräte. Das Unternehmen kann also, bereits bevor es Zugang zu den echten Geräten hat, die Versuche, die Positionierung des Aufnehmers, die Verkabelung, etc. vorbereiten und gegebenenfalls die Konzeption von Aufnehmern nach Maß genau prüfen. Der Zeitgewinn ist enorm.

The GreenMot test cell
QuantumX Data Acquisition System

Ein GEN2i für das Prüfen von Elektroantrieben

Die bereits fest etablierte Zusammenarbeit mit HBM ist vor kurzem in eine neue Phase getreten. Bereits von Anfang an hat GreenMot mit Komplettsystemen gearbeitet und deren Umgebung mit in Betracht gezogen. Hybridfahrzeuge, die traditionelle Wärmekraftmaschinen mit Elektromotoren kombinieren, haben das Unternehmen veranlasst, solche Elektromotoren, die natürlich das Verhalten und die Leistung eines Fahrzeugs beeinflussen, genauer zu betrachten.

Die Prüfung dieser Motoren stellt hinsichtlich der Messungen eine neue Herausforderung dar, da die Stromversorgung in Form einer Folge elektrischer Impulse von mehreren Hundert Volt erfolgt, von sehr komplexer Form, mit einer Frequenz von 1 bis 25 kHz. Diese Impulsfolge weist zahlreiche Transienten auf, die sehr schnell und von ihrer Intensität her unterschiedlich sind und die aufgezeichnet werden müssen, um die Motorleistung zu analysieren und die Auswirkungen der Stromversorgung auf Geschwindigkeit und Drehmoment des Motors zu verstehen.

Daraufhin untersuchte GreenMot, welche Geräte am Markt erhältlich waren. Das Unternehmen prüfte sogar ein speziell für die Analyse von Störungen im Stromnetz produziertes Gerät der Spitzenklasse. Dieses erlaubte jedoch keine Langzeiterfassung mit Speicherung aller Signaldetails. Wiederum erwies sich HBM als die beste Wahl.

"Wir haben uns für das System GEN2i aus der Serie Genesis HighSpeed entschieden, das Hochspannungssignale aufzeichnen und mit Abtastraten von bis zu 100 MS/s arbeiten kann, was mehr als ausreichend für die detaillierte Signalanalyse ist," erläutert Stéphane Londos.

Der Kauf des GEN2i durch GreenMot, zusätzlich zum QuantumX, bestätigt, nebenbei gesagt, die Richtigkeit der Entscheidung der Spectris (Stammhaus von HBM), HBM mit der Überarbeitung der anlässlich der Übernahme von LDS im Jahr 2008 "übernommenen" Produktpalette von Datenerfassungssystemen zu betrauen.

Das GEN2i (wie übrigens auch das QuantumX) wird als Frontend für die Datenerfassung eingesetzt. Die digitalisierten Messwerte werden über eine optische GigabitEthernet-Verbindung an einen Arbeitsplatz übertragen, an dem sie grafisch dargestellt, gespeichert und analysiert werden. Die optische Verbindung erlaubt eine perfekte Isolierung zwischen Versorgungsspannung des Motors (bis zu 700 V) und Arbeitsplatz. Die Datenverarbeitung übernimmt das Softwarepaket Perception, von HBM für sehr schnelle Datenerfassung entwickelt (ermöglicht die grafische Darstellung von 10 Gigabyte Daten in 10 Sekunden).

Testing of a hybrid car in Greenmot's test cell
GEN2i data recorder for testing of electric cars

Und morgen?

GreenMot möchte seine Zusammenarbeit mit HBM verstärken, da man dort den Erwartungen voll und ganz gerecht wird, sowohl hinsichtlich der Produkte als auch der Dienstleistungen (nicht zuletzt der Entwicklung von Aufnehmern nach Maß).

"Es geht auch darum, dass die intellektuellen und materiellen Investitionen, die wir in diese Produkte und Softwarepakete gesteckt haben, sich bezahlt machen," merkt Stéphane Londos an.

Zurzeit laufen mehrere Projekte. Das GEN2i, das das französische Unternehmen erworben hat, wird mit zusätzlichen Messkanälen ausgestattet werden, um auch für Anwendungen mit mehreren Elektromotoren geeignet zu sein (ein Trend bei Hybridfahrzeugen). In naher Zukunft wird GreenMot eine von HBM vorgeschlagene Lösung testen, die Messungen synchronisiert, die mit dem QuantumX und dem GEN2i durchgeführt wurden. HBM ist also mehr denn je der Partner erster Wahl, der es dem französischen Unternehmen ermöglicht, immer komplexere Systeme zu betrachten und sein hohes Ansehen bei den Herstellern motorisierter Betriebsmittel zu festigen . 

Der Kunde

GREENMOT SAS

Groupe de Recherche en Economies d'ENergie & MOteurs Thermiques


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