Messungen von HBM zeigen verminderte Tragfähigkeit der norwegischen Brücke Holmenbrua auf

Höheres Verkehrsaufkommen, größere Herausforderungen

HBM hat kürzlich an einer bekannten Brücke in Norwegen eine erfolgreiche Reihe von Prüfungen mit Dehnungsmessstreifen (DMS) durchgeführt. Diese führten zu einer Absenkung der Grenzen für das zulässige Fahrzeuggewicht, um weiterhin den sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Der Verkehr über die Brücke Holmenbrua in Drammen, Norwegen, hat gegenüber den frühen 1960er Jahren, als die Brücke gebaut wurde, deutlich zugenommen. Diese Zunahme des Verkehrsaufkommens, zusammen mit den höheren Durchschnittsgewichten der Fahrzeuge, hatte Bedenken hinsichtlich der Strukturfestigkeit der Brücke aufkommen lassen. Dies veranlasste die Betreiber, Rambøll Norge, eine Untersuchung der Strukturfestigkeit der Brücke zu erwägen, um mögliche Schäden aufzudecken.

Untersuchung der Strukturfestigkeit mit Dehnungsmessstreifen

Um die Strukturfestigkeit genau untersuchen zu können, beauftragte Rambøll Norge HBM mit der Durchführung von Messungen an der Unterseite der Brücke; dazu wurden in einem bestimmten Abschnitt Dehnungsmessstreifen angebracht. Mit den an fünf Längsbewehrungsstäben installierten Dehnungsmessstreifen wurden auf die Struktur wirkende Zug- wie auch Druckkräfte aufgezeichnet, während LKWs mit bis zu 50 t Gewicht die Brücke überfuhren. Der Beton an den Bewehrungsstäben wurde teilweise entfernt, um die ordnungsgemäße Anwendung der Dehnungsmessstreifen sicherzustellen.

Herman Lingefelt, HBM-Projektingenieur, sagt: "Entscheidend ist, dass die Materialoberfläche, auf der die Dehnungsmessstreifen installiert werden, ordentlich vorbereitet wird." Dies ist erforderlich, damit die DMS korrekte Messungen liefern. Er ergänzt: "Ist die Oberfläche zu rau, überträgt der Klebstoff die Dehnung möglicherweise nicht korrekt." HBM musste die Bewehrungsstäbe durch Entfernen möglicher Rostrückstände und Abschmirgeln der Oberfläche vorbereiten. Lingefelt merkt an: "Das scheint sehr einfach zu sein, erfordert tatsächlich aber viel praktische Erfahrung."

Die Dehnungsmessstreifen wurden entsprechend der Umgebungsbedingungen der Brücke konfiguriert und berücksichtigen Standardtemperaturabweichungen. Damit wurde sichergestellt, dass die Dehnungsmessstreifen die durch derartige Temperaturschwankungen verursachte natürliche Materialausdehnung und -stauchung ausgleichen. Darüber hinaus verwendete HBM an den Messstellen eine Spezialbeschichtung, um ein durch die an der Holmenbrua herrschende hohe Luftfeuchtigkeit verursachtes Ablösen der DMS durch Rost oder Kurzschlüsse im Stahl zu verhindern.

Geschwächte Tragfähigkeit

Die Messungen von HBM haben klar gezeigt, dass die Durchbiegungen der Brücke größer waren, als noch als sicher gelten kann, da die Strukturfestigkeit der Brücke inzwischen so stark beeinträchtigt ist. Daher senkte Rambøll die Grenzen für das zulässige Fahrzeuggewicht, um weiterhin einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Messungen dieser Art sind sehr wichtig zur Bestimmung des Einflusses, den größere Belastungen auf die Strukturfestigkeit einer Brücke haben können.

Bjarne Hauge, von HBM Norwegen, ergänzt: "Der Einsatz zuverlässiger Messtechnik ist entscheidend, um den Verantwortlichen von Gemeinde und Verkehrswesen genaue Erkenntnisse über den Zustand der Brücke an die Hand geben zu können.”

Jon Halden, Norge Rambøll, sagt: “Für uns war es sehr angenehm und zeitsparend, die gesamte Messtechnik aus einer Hand zu erhalten. HBM hat die Arbeiten an der Holmenbrua bestens ausgeführt und wir sind hoch zufrieden mit dem Ergebnis."

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