Anwendungstipps : CODESYS-Anwendung - Pressenüberwachung

Diese Anleitung beschreibt das Erstellen einer CODESYS-Anwendungen auf PMX. Grundlegende Erfahrungen mit CODESYS werden vorausgesetzt. Erfahrene Benutzer können davon gerne abweichen.

Weitere Hilfen gibt es mit den Beispielen, die beim Importieren des PMX-Pakets standardmäßig auf dem Desktop installiert werden, und der Online-Hilfe des Pakets.

Die erforderlichen Dateien befinden sich auf der CD „PMX CODESYS“, die mit jedem PMX, das CODESYS enthält, mitgeliefert wird oder von der Supportseite von hbm.com heruntergeladen werden kann.

In diesem Beispiel wird PMX zur Pressenüberwachung eingesetzt. In der dazu eingesetzten Visualisierung kann zwischen verschiedenen Ansichten hin- und hergeschaltet werden. Auf der Hauptseite werden die aktuell gemessenen Kräfte in einem Balkendiagramm angezeigt.

Die Grenzwerte, deren Überschreitung entweder eine Warnung oder eine Fehlermeldung auslöst, können auf einer weiteren Seite eingerichtet werden.

Des Weiteren werden die Signalverläufe (Traces) der beiden Kräfte auf einer dritten Seite aufgezeichnet. Auf einer Alarmseite werden die Grenzwertüberschreitungen nochmals tabellarisch und mit Zeitstempel festgehalten.

Aufbauskizze

CODESYS-Paket extrahieren

Entwicklungsumgebung öffnen

Führen Sie CODESYS als Administrator aus.

Paket extrahieren

Wählen Sie im sich öffnenden Dialog das Verzeichnis, in dem das Archiv „TCP-IP-Server.projectarchive“ abgelegt wurde, und öffnen dieses.
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Gehen Sie in CODESYS auf den Reiter „Datei“, wählen Sie „Projektarchiv“ und darunter „Archiv extrahieren...“.

PMX verbinden

Gateway hinzufügen

Doppelklick auf „Device (CODESYS Control HBM PMX V3)“, dann „Gateway hinzufügen…“ am rechten Seitenrand.

Einstellungen im Fenster beibehalten und mit „OK“ bestätigen.

PMX einbinden

Über „Netzwerk durchsuchen“ sollte das PMX automatisch erkannt werden.
Mit einem Doppelklick wird das Gerät aktiviert.

Pressenüberwachung

Die Anwendung gliedert sich in vier Ansichten, die über die entsprechenden Reiter am oberen Rand der Visualisierung erreicht werden können (s. Balkendiagramme (1)). Das Balkendiagramm stellt die Hauptseite dar, die für die normale Überwachung ausreicht. Auf der Seite „Setup“ können die gewünschten Einstellungen vorgenommen werden. „Trace“ zeigt die Signalverläufe der letzten zehn Sekunden an und „Alarm History“ dokumentiert die Warnungen und Fehler.

Beim Auftreten eines Fehlers frieren alle Messwerte ein, einschließlich der Signalverläufe. Vor allem anhand der gestoppten Signalverläufe kann abgelesen werden, was zu der Ausnahmesituation führte. Wurde die Fehlerursache behoben und die Meldung bestätigt, kann mit der Überwachung fortgefahren werden.

Balkendiagramm

Die Seite „Bars“ zeigt die Balkendiagramme der beiden Kräfte an und ist die Start- und Hauptseite der Anwendung.

  1. Reiter zum Wechseln der Ansicht.
  2. Balkendiagramm: Anhand der Höhe des blauen Balkens kann die aktuelle Kraft abgelesen werden.
  3. Lampen zum Anzeigen von Fehlern und Warnungen. Beispielhaft brennt hier die Warnlampe.
  4. Anzeige des aktuellen Kraftwertes und der Kräftesumme.
  5. Anzeige des höchsten zur Laufzeit erreichten Wertes.
Balkendiagramm

Einstellungen

Auf der Seite „Setup“ können die Grenzwerte, ab denen jeweils eine Warnung oder Fehlermeldung angezeigt wird, für jeden Kanal individuell eingestellt werden (1). Zur Illustration der Einstellmöglichkeiten findet sich bei (2) eine Skizze. Durch die Schaltfläche „Reset Peak“ (3) können die höchsten gemessenen Werte aus Balkendiagramme (5) zurückgesetzt werden.

Einstellungen

Traces

In dieser Ansicht lassen sich die Signalverläufe der letzten zehn Sekunden verfolgen. Beim Auftreten eines Fehlers hält der Verlauf an und fährt erst fort, wenn die Fehlermeldung bestätigt wurde.

Traces

Alarmtabelle

Die Alarmtabelle zeigt dem Anwender die Zeitpunkte des Auftretens von Warnungen und Fehlern an und bildet somit ein Hilfsmittel bei der Fehleranalyse. Es kann zwischen akuter Ansicht und vollständiger Ansicht gewechselt werden (3).

Warnungen werden in der akuten Ansicht immer gelb angezeigt, verschwinden aber, sobald die Situation vorüber ist. Im Gegensatz dazu bleiben Fehlermeldungen hier erhalten und es werden nach deren Auftreten alle Aufzeichnungen gestoppt (die Warnungs- und Fehlerdokumentation läuft jedoch weiter).

Soll mit der Überwachung fortgefahren werden, müssen  die Fehlermeldungen in der Tabelle durch Anklicken ausgewählt (1) und anschließend auf die Schaltfläche „Error Acknowledge“ geklickt werden (2). Die Schaltfläche „Freeze Scrl Pos“ dient zum Festhalten der Ansicht in der vollständigen Ansicht, damit die Ansicht beim betrachteten Zeitraum stehen bleibt.

In der vollständigen Ansicht werden die letzten 100 Warnungen und Fehlermeldungen dokumentiert. Warnungen, die auch in der akuten Ansicht angezeigt werden, werden hier gelb hinterlegt. Nicht mehr aktuelle Warnungen haben einen weißen Hintergrund (1). Fehlermeldungen sind rot hinterlegt, wenn sie nicht bestätigt wurden und zwischenzeitlich vom selben Signal eine weitere Fehlermeldung gesendet wurde (2). Bestätigte Fehlermeldungen erscheinen ebenfalls in Weiß.

Alarmtabelle, akute Ansicht
Alarmtabelle, vollständige Ansicht

TIPP

Weitere Informationen und Hilfen zur Codesys Programmerstellung erhalten Sie in der Online-Hilfe von Codesys, im Internet unter http://www.codesys.com oder im Codesys Chat http://forum.codesys.com/

Nutzen Sie vorhandenes Wissen und Erfahrung im Codesys Store. Dort finden Sie eine Vielzahl von Programm- und Lösungsbeispielen zu unterschiedlichsten Aufgabenstellungen http://store.codesys.com/?___store=en&___from_store=default

Rechtlicher Hinweis

Diese Beispiele dienen lediglich der Veranschaulichung. Sie unterliegen keinen Gewährleistungs- oder Haftungsansprüchen.

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