Entscheidungshilfe: Welche Kalibrierung erfüllt meine Ansprüche?

Eine Kalibrierung eines Sensors ist eine gut angelegte Investition in die Zukunft. Denn nur die Kalibrierung gibt Sicherheit für die Qualität Ihrer Messergebnisse – auf Dauer. Zudem ist die Kalibrierung Ihrer Sensoren ein unverzichtbarer Bestandteil der ISO 9001-Zertifizierung.

Doch auch bei einer Kalibrierung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. So können Sie in den meisten Fällen wählen zwischen einer einfachen Werkskalibrierung und höheren Stufen. Dies sind in der Kalibrierung von Kraftaufnehmern die Standards ISO 376 und DAkkS-DKD-R 3-3. Beim Kalibrieren von Drehmomentaufnehmern ist dies analog DIN 51309 bzw. VDI/VDE 2646. Bei anderen Sensortypen gelten ähnliche Abstufungen.

Für welche Form der Kalibrierung Sie sich entscheiden, hängt wesentlich von Ihren Anforderungen und Ansprüchen ab.

Ihre Möglichkeiten

Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis bieten die Kalibrierungen nach VDI/VDE 2646 (Drehmoment) bzw. DAkkS-DKD-R 3-3. Diese Kalibrierungen sehen jeweils die Messung in einer Einbaustellung vor. Diese Form der Kalibrierung garantiert Ihnen den Nachweis, dass Ihr Drehmomentaufnehmer ein rückführbares Messmittel ist, wie in der ISO 9001 gefordert wird. Verschiedene Schlüsselwerte wie z.B. das exakte Ausgangssignal bei jeder Kalibrierstufe sind im Kalibrierschein enthalten.

Alle Details

Wenn Sie jedoch wirklich „alles“ über Ihren Sensor wissen möchten, gilt die Kalibrierung nach ISO 376 (Kraft) bzw. DIN 51309 (Drehmoment) als erste Wahl. Bei dieser Kalibrierung wird der Sensor in drei Einbaustellungen gemessen. Das heißt: Der Sensor wird in der Maschine um jeweils 120° gedreht - es ist also erforderlich, den Aufnehmer auch drei Mal zu montieren und zu demontieren.

Neben zahlreichen zusätzlichen Kennwerten (z.B. die Wiederholpräzision und Vergleichspräzision in einer und in verschiedenen Einbausituationen bei jeder Kalibrierstufe, zum Kriechverhalten und zur Nullpunktrückkehr) bietet Ihnen diese Form der Kalibrierung natürlich ebenfalls den Nachweis, dass der Aufnehmer ein rückführbares Messmittel ist.

Werkskalibrierung

Ferner werden Ihnen auch Werkskalibrierungen angeboten. Letztendlich ist es in den allermeisten Fällen sinnvoll, auf die Standards DAkkS-DKD-R 3-3 bzw. VDI/VDE 2646 zu gehen, weil diese zu meist identischen Preisen mehr Aussagekraft bieten.

Das HBM-Kalibrierlabor im Überblick

Auch die Wahl der Kalibriereinrichtung will gut bedacht sein. Das HBM-Kalibrierlabor empfiehlt sich seit 1977 durch eine außerordentlich starke Ausstattung und Leistungsstärke:

  • AußerordentlichEnorm große Kalibrierbereiche für Kraftaufnehmer (2,5 N bis 5 MN) und Drehmoment (von 0,2 N·m bis 400 kN·m), sowie zahlreiche weitere Kalibrierangebote für Druck und Spannungsverhältnis mV/V.
  • Die Kalibrierung ganzer Messketten (auch von Produkten anderer Hersteller) - ohne jeglichen Aufpreis.
  • Jahrzehntelange Erfahrung (seit 1977) in der Kalibrierung von Kraftmessdosen, Kraftaufnehmern, Kraftsensoren und Kraftmessketten.
  • Von der preisgünstigen Kalibrierung von Industriesensoren bis zum Transfernormal mit allerhöchsten Ansprüchen.

Weitere Informationen, sowie Musterkalibrierscheine und Beispiele von denfür HBM-Kalibriermaschinen finden Sie unter www.hbm.com/kalibrierung

Eine neue Kalibrieranlage bei HBM ermöglicht das Kalibrieren von Drehmoment bis zu beachtlichen 400 kN·m – ein außergewöhnlicher Wert unter den nicht-staatlichen Kalibriereinrichtungen.