Bleifreies Löten von Dehnungsmessstreifen

Nach dem Kleben elektrischer Dehnungsmessstreifen werden diese an ein Brückenmessverstärker-Modul angeschlossen, bevor mit der Dehnungsmessung begonnen wird. Die üblicherweise angewandte Art der Verbindung zwischen dem Dehnungsmessstreifen und der Anschlussleitung ist das Löten. Das fachgerechte Verlöten von Dehnungsmessstreifen und entsprechenden Anschlussleitungen ist ein Vorgang, der die korrekte Einstellung von Prozessparametern wie der Löttemperatur, die passende Ausrüstung und natürlich Erfahrung erfordert. Eine falsch ausgeführte Lötverbindung kann beispielsweise zu einer Nullpunktdrift des Messsignals oder dem Komplettausfall Ihrer Messung durch Verbindungsverlust führen.

Geeignete Lötspitzen für die Installation von Dehnungsmessstreifen

Nicht geeignete Lötspitze für die Installation von Dehnungsmessstreifen


Wie erreicht man durch bleifreies Löten eine hohe Zuverlässigkeit?

  • Beim Verlöten einer Anschlussleitung mit einem elektrischen Dehnungsmessstreifen sind viele verschiedene Aspekte zu berücksichtigen, beispielsweise die Geometrie der Lötspitzen. Diese müssen eine passende Wärmekapazität bieten, d.h. schmale oder spitz zulaufende Lötspitzen sind normalerweise ungeeignet. Meißelförmige, gerundete oder breitere Lötspitzen sind für das bleifreie Löten von Dehnungsmessstreifen besser geeignet.
  • Darüber hinaus muss die Temperatur der Lötspitze in einem bestimmten Bereich liegen, um eine ordnungsgemäße Verarbeitung des Lots sicherzustellen.
  • Falls die Temperatur des Lötkolbens während des Gebrauchs die zulässige Höchstgrenze überschreitet, kann es zu einem vorzeitigen Verdampfen des für die Vorbereitung des Trägermaterials verwendeten Flussmittels kommen. Dies kann dazu führen, dass die Lötstelle deutlich geschwächt wird oder auch dazu, dass sich die Beschichtung des DMS-Lötstützpunktes löst, wodurch sich die Festigkeit der Verbindung der verschiedenen Komponenten reduziert. Umgekehrt kann es bei einer zu niedrigen Temperatur zu einer unzureichenden Benetzung mit Lot kommen. Dadurch muss länger gelötet werden, was wiederum den DMS-Lötstützpunkt beschädigen und die Leistungsfähigkeit der Messgeräte mindern kann. Die Temperatur ist auch ein ausschlaggebender Faktor für die Erhaltung des Lötkolbens selbst. Ein längerer Einsatz kann dazu führen, dass die Lötspitze schneller oxidiert; daher ist es ratsam, während der Pausen die Temperatur zu reduzieren oder das Gerät ganz abzuschalten. Idealerweise sollte die Lötzeit so kurz wie möglich sein und die Lötspitze zwischen den Nutzungen erneut verzinnt werden, um Oberflächenoxidation zu verhindern.

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