Fachbegriffe der Drehmomentmessung - kurz erklärt

In Leistungsprüfstanden und Anwendungen der Fertigungsüberwachung, in denen der Wirkungsgrad entscheidend für erfolgreiche Bemühungen für Nachhaltigkeit in der Industrie ist, wird die Genauigkeit von Instrumenten für die Drehmomentmessung immer wichtiger. Es ist allgemeiner Konsens, dass in allen Bereichen der Industrie sowohl die mechanische Leistung verbessert als auch Umweltverschmutzung reduziert werden muss. Diese anspruchsvolle Forderung kann nur durch eine genaue Überwachung der mechanischen Belastbarkeit von Prüfstandsausstattung und Komponenten für die Verarbeitung erfüllt werden.

Terminologie der Drehmomentmesstechnik

Drehmoment ist eine mechanische Größe, die im oder gegen den Uhrzeigersinn gemessen wird. In Prüfständen und Fertigungsanlagen werden Drehmomentaufnehmer hauptsächlich eingesetzt, um diesen Wert zu messen; diese Komponenten unterliegen jedoch auch den Einflüssen zahlreicher weiterer Phänomene, die die Messgenauigkeit beeinträchtigen können. Relative Umkehrspanne, Wiederholpräzision und Linearitätsabweichung einschließlich Hysterese sind Faktoren ohne direkte Beziehung, die die Leistungsfähigkeit von Drehmoment‐Messsystemen beeinträchtigen. Diese sollten, falls erforderlich, auf ein Minimum reduziert/kompensiert werden, insbesondere, wenn es um wichtige Drehmomentaufnehmerwerte geht, die die Genauigkeit des Systems beeinträchtigen.

Die folgenden Fachbegriffe zur Definition eines Aufnehmers stehen in direktem Bezug zur mechanischen Belastbarkeit der Komponente: Nenndrehmoment, maximales Gebrauchsdrehmoment, Grenzdrehmoment und Bruchdrehmoment.

  1. Das Nenn-Drehmoment (Mnom) definiert die oberste Grenze eines Aufnehmers, bis zu der die spezifizierten Toleranzen durch die Messeinrichtung nicht überschritten werden. Es definiert den idealen mechanischen Toleranzbereich der Komponente und kann verwendet werden, um die Genauigkeit aller auf den Messbereichsendwert bezogenen Einflüsse zu bestimmen.
  2. Das maximale Gebrauchsdrehmoment definiert den zulässigen Punkt der Genauigkeit im Verhältnis von Drehmoment zu Ausgangssignal. Die im Datenblatt angegebenen Werte können überschritten werden. Drehmoment‐Messsysteme können bis zum maximalen Gebrauchswert eingesetzt werden, die Ausgangssignale zwischen dem Nenndrehmoment und dem maximalen Gebrauchsdrehmoment sollten jedoch überwacht werden.
  3. Grenzdrehmoment und Bruchdrehmoment beziehen sich auf die absolute maximale Belastbarkeit eines Drehmomentaufnehmers und beschreiben den Punkt, bis zu dem ein Drehmoment-Messsystem keine bleibenden Schädigungen erleidet bzw. den Punkt, an dem eine mechanische Zerstörung eintritt.  Bei diesen Werten können bleibende Veränderungen der Eigenschaften der Geräte und ein mechanisches Versagen der Komponenten eintreten; die Messgenauigkeit kann nicht mehr garantiert werden.

Drehmoment-Messtechnik von HBM

HBM ist ein weltweit führender Hersteller und Anbieter modernster Prüf- und Messtechnik für unterschiedliche industrielle Anwendungen. Wir bieten Drehmoment‐Messsysteme für Anwendungen, die hohe Genauigkeit und große Robustheit erfordern, und unterstützten dadurch die aktuellen Bestrebungen nach verstärkter Nachhaltigkeit.

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