PW15iA: Die erste digitale Wägezelle im SP4-Footprint

Einfach eingebaut, schnell entwickelt: Der SP4-Footprint vereinfacht die Konstruktion von Wägesystemen – jetzt wird das Erfolgsformat digital

HBM hat den SP4-Footprint zu einem Industriestandard für Plattform­wägezellen gemacht, der branchenweit zum Einsatz kommt. Das einheitliche Maß der Wägezellen hilft Maschinen­-, Waagen- und Anlagenbauern, flexibel zu bleiben sowie Zeit und Kosten bei der Entwick­lung zu sparen. Mit der PW15iA bietet HBM nun die weltweit erste digitale Wägezelle mit diesem „Fuß­ab­druck“. Sie ist das neuste Mitglied einer Reihe mit sechs HBM-Wägezellen im SP4-Footprint, die sich in ihrer Anwendung optimal ergänzen – von einfachen Wägeaufgaben bis zur Prozessautomation.

„Entwicklungszeiten verkürzen, den Einbau vereinfachen, abwärts­kom­patibel konstruieren und flexibel bei der Ausstattung von Wäge­systemen bleiben: Der Einheitsfootprint von Wägezellen bringt Maschinen- und Anlagenbauern grundlegende Vorteile“,

sagt Thomas Langer, Internationaler Produktmanager für Wägetechnik bei HBM. „HBM hat auf Basis des SP4-Footprint innovative Produkte entwickelt und damit weltweit in der Branche einen Standard für Plattformwäge­zellen gesetzt. Mit der PW15iA wird das Format nun digital.“ Ein Footprint, auf Deutsch Fußabdruck, beschreibt die für die Montage ausschlag­gebenden Maße einer Wägezelle: die Abmessungen der oberen und unteren Anschlags­flächen, die Höhe, die Lage und Abstände der Gewinde für die Verschraubung und die Gewinde­größen. Wägezellen mit gleich­em Footprint können ohne konstruktive Anpassungen ausgetauscht werden. So lassen sich Wägesysteme beispielsweise einfach an unterschiedliche Anforderungen wie Nennlast, Schutzklasse und Genauigkeitsklasse anpassen.

Seit Jahrzehnten branchenweit erfolgreich: der SP4-Footprint

Ein Format für Plattformwägezellen hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten in der Branche besonders etabliert: der SP4-Footprint. Er definiert die Maße 150 mm Länge, 40 mm Höhe und 25 mm Breite, sechs Gewinde-Bohrungen der Größe M6 für die Installation sowie ein weiteres M6-Gewinde und ein Feingewinde für die Integration eines Überlastanschlags. HBM nutzte das Format erstmals für die Wäge­zelle SP4M, die der Messtechnik-Spezialist Anfang der 90er Jahre präsentierte.

„Sie gehört zu den meistverkauften Plattfomwägezellen am Markt. Die Wägezelle ist so erfolgreich, dass auch andere Hersteller die Abmessungen der SP4M übernahmen – und bis heute danach bauen“,

sagt Thomas Langer. Mit der PW15iA von HBM wird das erfolgreiche Format nun digital – und erleichtert damit die Entwicklung komplexer Anlagen. Automa­tisierte Anwen­dungen lassen sich mit programmierten Funktionen beispielsweise für das Checkweighing und für Füll- und Dosieran­wendungen einfach umsetzen. Haben etwa Flaschen in Füllanlagen nach der Befüllung nicht das richtige Gewicht, erkennt die Wägezelle das automatisch und sendet jetzt ein digitales Signal direkt an die Sortiereinheit, die die fehlerhafte Flasche aus der Produktion nimmt. Der bisherige Umweg über die Steuerungseinheit entfällt. Diese direkte Kommuni­kation zwischen Sensor und Aktor ist wesentlich schneller – so lassen sich Durchlaufzeiten und Produktivität der Anlagen verbessern. Das spart Zeit und Kosten. Zudem redu­zieren die bereits in der Wägezelle hinterlegten Algorithmen die Entwick­lungs­zeiten erhe­blich. Die Parametrierung der Wägezelle PW15iA ist einfach über die HBM-Software PanelX möglich.

Wägesysteme günstig und schnell digitalisieren

Mit der neuen digitalen Plattformwägezelle entfällt zusätzliche Mess­elektronik, wie etwa Messverstärker – weitere Kosten lassen sich einsparen und es ist weniger Platz im Schaltschrank notwendig.

„Das Beispiel der PW15iA zeigt einen zusätzlichen Vorteil des einheit­lichen Footprints: Maschinen- und Anlagenbauer haben die Möglich­keit, neue Technologien wie etwa digitale Wägetechnik parallel zu bewährten Systemen einzuführen“,

erläutert Thomas Langer, „und das, ohne viel Zeit, Geld und Aufwand in Neuentwicklungen beispiels­weise von Wägesystemen investieren zu müssen.“ Bestehende Anlagen und Maschinenserien lassen sich somit einfach mit digitaler Technologie nachrüsten – es ist ledig­lich der Austausch beispiels­weise der analogen mit einer digitalen Wägezelle notwendig.

Evolution einer Wägezelle: von hermetisch gekapselt bis digital

PW15iA ist die neuste Wägezelle in einer erfolgreichen Evolutions­reihe von mittlerweile sechs HBM-Wäge­zellen im SP4-Footprint, die sich heute in ihren Anwen­dungen optimal ergänzen. Dank der einheitlichen Maße können Hersteller die passende Wägezelle für ihre Anforderungen wählen und Anlagen individuell auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ausrichten:

  • Die Wägezelle SP4M, die dem SP4-Footprint seinen Namen gab,  ist mit Nennlasten zwischen 1 kg und 200 kg und ihrem leichten Aluminium-Messkörper die kosteneffiziente Option beispiels­weise für den Einsatz in Post- und Ladentischwaagen.
  • Die Plattformwägezelle PW15B eignet sich dank ihrem korrosi­ons­beständigen Stahlmesskörper für Anwendungen in rauen, chemi­schen Industrieumgebungen – etwa in Bereichen, in denen aggressive Reinigungsmittel zum Einsatz kommen.
  • Dank ihrer hermetischen Kapselung hält die Plattfomwägezelle PW15AH auch noch anspruchsvolleren Bedingungen stand – beispielsweise der Reinigung mit dem Hochdruck­reiniger. Mit Schutzart IP68/69K ist sie dauerhaft gegen Nässe geschützt. Für höchste Qualität und Zuverlässigkeit testet HBM jede Zelle 100 Stunden in einer Wassertiefe von einem Meter.
  • Auch die PW15PH eignet sich mit ihrer hermetischen Kapselung und Schutzart IP68/IP69K für den Einsatz in widrigen Umgebungen. Ausgestattet mit einem hermetisch gekapselten Gerätestecker anstelle eines fest instal­lierten Kabels lässt sich die Wägezelle einfach und flexibel ein- und ausbauen.
  • Konstruiert in „easy-to-clean“-Bauart erfüllt PW25 hygienische Richtlinien – beispiels­weise für Anwendungen in der Lebens­mittel- und Getränke­industrie. Mit Schutzart IP68/69K ist sie bestmöglich geschützt. Dank ihrer runden Form und ihrer elektropolierten Oberfläche können Staub und Schmutz nicht anhaften.
  • Die PW15iA ist die digitale Ausführung der PW15PH. Mit ihrer hermetischen Kapselung und Schutzart IP68/69K verbindet sie die Robustheit der Wägezelle mit den Vorteilen der digitalen Technologie – etwa die verlustfreie Datenübertragung mit CANopen, DeviceNet und RS485. Mit vorprogrammierten Algo­rithmen für Checkweigher und Füllanwendungen sowie zwei digitalen Ein- beziehungsweise Ausgängen für die Ansteuerung von Auswerfern, Rüttlern und Füllventilen lassen sich anspruchsvollste Prozesse einfach automatisieren.

Mehr Unabhängigkeit für Maschinenbauer

Für Maschinen- und Anlagenbauer bringt der einheitliche Footprint ein weiteres Plus: Weil das Format des SP4-Footprints in der Bran­che von vielen Messtechnikherstellern genutzt wird, können sie ihre Anlagen einfach mit der Technologie von HBM, dem globalen Technologieführer für Messtechnik, aufwerten.

„Mit unserer bewährten Dehnungsmessstreifen-Technologie sind unsere Wägezellen weltweit führend in den Bereichen Präzision und Temperaturstabilität. Und mit Produkten wie der PW15iA machen wir den erfolgreichen SP4-Footprint mit moderner Technologie bereit für die digitale Zukunft“,

betont Thomas Langer.

Mit moderner Digitaltechnologie und SP4-Footprint bietet die PW15iA enorme Vorteile für Maschinen-, Waagen- und Anlagenbauer

Digitale Technologie der neuen Plattformwägezelle PW15iA – Platz, Zeit und Kosten sparen

  • Prozesse schnell und komfortabel automatisieren mit digitalen I/Os und programmierten Funktionen für Füllen, Dosieren und Checkweighing
  • Keine zusätzliche Messelektronik wie etwa Messverstärker notwendig
  • Verlustfreie Datenübertragung mit digitalem Messsignal
  • Schnellere und produktivere Anlagenprozesse dank direkter Sensor-Aktor-Kommunikation

Schnell integriert – mit SP4-Footprint und HBM-Standardbefehlssatz

  • Analoge Wägesysteme einfach digitalisieren dank einheitlichem SP4-Footprint
  • Komfortable Parametrierung der Wägezelle mit der intuitiven HBM-Software PanelX
  • Kompatibel mit weiteren HBM-Wägetechnik-Komponenten dank Standard-Befehlssatz mit FIT, PAD und AED

Robust – für den Einsatz in rauer Industrieumgebung

  • Dauerhaft geschützt gegen Staub und Feuchtigkeit mit hermetischer Kapselung und IP68/IP69K
  • Korrosionsbeständiges Gehäuse aus rostfreiem Edelstahl

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