Analoge Wägezellen digitalisieren – das müssen Sie wissen

Von außen unsichtbar, von innen unverzichtbar: Sensorik ist heute in nahezu allen Bereichen der Industrie zuhause. Im Zuge der Digitalisierung leistet sie einen wichtigen Beitrag, um Maschinen eigenständiger und Prozesse immer effizienter zu machen. Dabei muss sich aber auch die Messtechnik selbst ständig neu erfinden. Gerade im Bereich Wägetechnik sind die Lebenszyklen von Maschinen und Anlagen lang.

Nicht nur, weil die Komponenten eine lange Lebensdauer haben, sondern auch, weil die Zulassungsvorschriften streng und Anlagenbauer daher daran interessiert sind, ihre Anlagen – einmal zugelassen – möglichst lange verkaufen zu können. Allerdings ist auch hier digitale Technologie auf dem Vormarsch: In diesem Artikel lesen Sie, wie sich analoge Wägezellen digitalisieren – oder gleich gegen digitale austauschen – lassen.

Grundsätzlich ist der Trend zur digitalen Sensorik über alle Sensortypen hin bemerkbar: Ob Temperatur, Kraft oder Drehmoment – die Digitalisierung der Sensorik bringt nicht nur Vorteile bei der Integration in moderne Steuerungssysteme im Zuge der Umstellung auf eine vernetzte Produktion, sie bringt auch neue Möglichkeiten zur Optimierung von Prozessen wie der Wartung. Anstatt in regelmäßigen Zyklen Maschinen und Komponenten zu überprüfen, können sich diese zum Beispiel selbst zur Wartung melden. Auch die Informationsweitergabe wird erleichtert. Messwerte lassen sich, sofern gewünscht, über Netzwerk etwa von tragbaren Geräten wie Laptop oder Smartphone abrufen.

Analoge Signale sind störanfälliger

Im Wägetechnikbereich existieren derzeit noch zwei Welten parallel: Zum einen eine teils analoge Welt, die in vielen Produktionshallen noch einige Jahre an Lebenszeit vor sich hat, zum anderen neue digitale Innovationen, die auf den Markt drängen. So ist es zum Beispiel durchaus noch üblich in sehr vielen Anwendungen auf analoge Wägezellen zu setzen. Per Kabel werden deren Signale über teils lange Wege übermittelt und später digitalisiert, um sie in die übergeordnete Steuerung zu integrieren.

Allerdings haben solche Messketten gegenüber neueren Digital-Lösungen einen gravierenden Nachteil: Die Messsignale sind gerade am Anfang der Messkette, in direkter Nähe zum Sensor, anfällig für Störungen. So kann schon ein qualitativ minderwertiges oder ein zu langes Kabel der Grund sein, warum Messwerte verfälscht ankommen. Aber auch Umgebungsbedingungen wie Temperaturschwankungen oder elektromagnetische Strahlung können sich negativ auf die Signale auswirken.

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