In 18 Sekunden zum zuverlässigen Messwert: Integration der TEDS-Technologie in Prüfstandprozesse

Mit TEDS-Unterstützung: QuantumX MX840 Datenerfassungsgerät

Einfach praktisch und in der PC-Technik längst etabliert: die Plug and Play-Technologie. Kein Wunder, immerhin gehört die Installation von Treibern und Anpassung von Einstellungen mit ihr endlich der Vergangenheit an. Die Vorteile liegen auf der Hand: Plug and Play spart Zeit und sorgt für ein wertvolles Plus an Qualität. Genau wie TEDS.

TEDS revolutioniert die Messtechnik: mit Plug and Measure. Einfach Aufnehmer an den Messverstärker anschließen. Fertig. In gerade einmal 18 Sekunden sorgt das TEDS-Modul für zuverlässige Messwerte. Möglich macht dies das serienmäßig auf einem Chip gespeicherte elektronische Datenblatt mit allen relevanten Daten des Aufnehmers. Diese werden vom Messverstärker eingelesen und automatisch in die richtigen Einstellungen umgesetzt – schon kann ohne weiteren Eingriff des Benutzers einheitenrichtig gemessen werden. Für wertvolle Zeitvorteile und Qualitätsgewinne bei Mess- und Testaufgaben im Prüfstandumfeld.

Intelligent im Feld – TEDS in Kürze

TEDS steht für den intelligenten Aufnehmer (Transducer Electronic DataSheet) – der alle zur eigenen Identifikation notwendigen Informationen auf einem kleinen Speicherchip serienmäßig mitbringt (z. B. Herstellernummer, Aufnehmertyp, Seriennummer, Kalibrierdatum, Messstelle). Selbst Aufnehmer ohne eigenen Speicherchip können im Aufnehmerkabel oder Stecker einfach damit nachgerüstet werden. Moderne Messsysteme lesen die im Chip gespeicherten Informationen über ein standardisiertes Protokoll zur Einstellung der Messverstärker aus.

Die Vorteile beim Einsatz von TEDS

Der identifizierte Aufnehmer konfiguriert das Messsystem automatisch und ermöglicht dadurch die zügige Weiterleitung des Messwerts zur Darstellungs- oder Prozessebene. Dies hat wertvolle Vorteile für die Anwender: TEDS sorgt für einen enormen Zeit- und Qualitätsgewinn – insbesondere bei häufig wechselnden Mess- und Testaufgaben im Prüfstandumfeld. Zudem erhöhen sich die Flexibilität und die Sicherheit gegenüber Fehlmessungen deutlich. Prüfstandshersteller profitieren zudem von der klaren Identifikation und der einfachen Austauschbarkeit eines Aufnehmers, die den Service- und Wartungsaufwand verringern.

Die TEDS-Vorteile im Überblick:

  • Deutlich kürzere Einrichtzeiten und damit schneller Messungen dank Plug and Measure
  • Spürbar geringere Anfälligkeit für Fehler bei der manuellen Konfiguration des Messsystems
  • höhere Qualität durch automatisierte Nutzung von Kalibrierdaten
  • höhere Zuverlässigkeit und verbesserte Nachvollziehbarkeit von Messergebnissen dank einer eindeutigen Identifikation
  • verbesserte Aufnehmer-Identifikation dank elektronischer Verbindung zwischen Messfühler und Datenblatt
  • reduzierte Wartungszeit und geringerer -aufwand dank verbesserter Diagnose-Möglichkeiten (Aufnehmer Austausch)
  • höhere Messgenauigkeit dank integrierter Kalibrierungs-Informationen
  • einfache Aufnehmer-Verwaltung durch den Wegfall gedruckter Datenblätter

TEDS – auf dem Weg zu einem neuen Standard

Viele Unternehmen haben inzwischen erkannt: Der Einsatz intelligenter Aufnehmer bietet eine interessante Möglichkeit zur Steigerung ihrer Effizienz. Standardisierte Technologien wie IEEE1451 (TEDS) sind jedoch noch nicht in der Breite etabliert. Dabei sind sie die perfekte Antwort auf die Herausforderungen, die die steigende Systemkomplexität bei gleich bleibendem Qualitätsanspruch im Testumfeld mit sich bringen. Als Schlüsseltechnologie gewährleistet TEDS einen durchgängig intelligenten Datenfluss (Zeit, Qualität, Traceability) – über Sensor, Signalkonditionierung, Datenaufnahme, Automatisierungssystem und intelligentes Datenmanagement hinweg. Die Einführung beziehungsweise Umstellung eines intelligenten Datenflusses hin zu “Advanced Plug & Measure” ist damit ein lohnendes Unterfangen.

So kann TEDS effizient und gewinnbringend eingeführt werden

Drei Akteure sind gefragt, um TEDS in der Messtechnik zu etablieren: Zunächst müssen Bedenken der eigentlichen Nutzer, wie beispielsweise Prüfstandbetreiber, übergreifend ausgeräumt werden. Dazu gilt es Chancen und Vorteile von TEDS (total cost of ownership – Investition versus Zeitgewinn) in den entsprechenden Entscheidungsebenen nachvollziehbar darzustellen. Anschließend kann in TEDS investiert und bestehende Prozesse können entsprechend angepasst werden. Dazu gehört auch, eigene Lieferanten entsprechend anzuleiten.

Systemintegratoren wie etwa Prüfstandsbauer sind gefordert, ein intelligentes Datenflusskonzept zu standardisieren. Zudem müssen die nötigen Schnittstellen und Werkzeuge von ihnen bereitgestellt werden. Aber auch Hersteller von Datenerfassungssystemen müssen ihren Beitrag leisten: als Berater bei der Einführung von TEDS, der die Möglichkeiten der Technologie transparent darstellt und die geforderten Mechanismen umsetzen.

Unterschiedliche Ansprüche der Prüfstandsbetreiber erfordern eine zuverlässige Aufnehmeridentifikation: Die effizienteste Lösung stellt ein eindeutiger Code und eine damit verbundene zentrale Datenbank dar. Dazu muss TEDS jedoch zahlreiche Informationen speichern – hier bringt daher ein text-basierter Ansatz wie XML (eXtensible Mark-up Language) den größten Nutzen. Allgemein liegt es jetzt an den beteiligten Parteien, hier ein einheitliches Commitment zu schaffen.

Die Zukunft der Messtechnik in einem Paket

Mit der QuantumX-Familie bietet HBM ein leistungsfähiges Messtechnikpaket. Das durchgehend auf TEDS setzt. Zum Vorteil der Kunden, die in Zukunft von den vielen Vorteilen der neuen Technologie profitieren. Wie aktuell ein namhafter Akteur der deutschen Automobil-Branche.

Exkurs: Welche Faktoren behindern die Verwendung von TEDS?

  • Die neue Zukunfts-Technologie ist nicht allen Beteiligten bekannt.
  • Falsche Vorurteile, wie z. B. „zu teuer“ oder „keine durchgehende Unterstützung von allen Sensorherstellern“, bremsen den Einsatz von TEDS
  • Unterschiedliche Philosophien über die Art und den Umfang der im TEDS gespeicherten Informationen
  • Eingefahrene Prozesse
  • Viele beteiligte Parteien
  • Unterschiedliche Use-Case-Szenarien und Philosophien im Prüfstandsumfeld
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