Industrielle Messtechnik: Die Entscheidungskriterien der Meinungsführer

Worauf kommt es bei der Auswahl von Messtechnik im industriellen Umfeld an? Was sind die Entscheidungsfaktoren, was die kommenden großen Trends? Im Rahmen einer umfangreichen Marktforschungsstudie hat HBM gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Dr. Voeth und Partner die internationalen Meinungsführer in der industriellen Automatisierung befragt.

Die Untersuchung wurde nach der Methode der Conjoint Analyse durchgeführt. Bei dieser Analyse werden die Befragten gebeten, bestimmte „Vorteilspakete“ zu sortieren und zu bewerten. Aus dieser Sortierung lässt sich dann mit Hilfe analytischer Verfahren sehr genau ableiten, welche Features und Merkmale bei einer Kaufentscheidung besonders hohe Priorität genießen.

16 relevante Entscheidungskriterien: Die Auswahl für Messtechnik im Automatisierungsumfeld ist komplex

Ein erstes überraschendes Ergebnis der Analyse: Bei der Auswahl eines industriellen Messverstärkersystems berücksichtigen fast alle Anwender sehr viele Entscheidungskriterien – bis zu 16 an der Zahl. Das heißt: Die Auswahl eines industrielles Messsystem ist komplex und zeigt ein hohes "Involvement" der Entscheidungsträger. Dies unterstreicht aber auch die Wichtigkeit der Messtechnik in Produktionsanlagen und Prüfständen .

Die Untersuchung wurde gegliedert in Probanden, die zu Systemen mit geringen Kanalzahlen, und solchen, die zu Systemen mit mittleren bis hohen Kanalzahlen befragt wurden. Die Befragung umfasst repräsentative Industriekunden in EU, Amerika und den asiatischen Staaten. Aufgrund der Hoterogenität verschiedenen Märkte wurde die repräsentative Stichprobe sowohl die Validität als auch Konsistenz der Aussagen der Probanden verifiziert.

So unterschiedlich die Einsatzgebiete sind, so klar ergeben sich drei maßgebliche Trends der Entscheider für den Einsatz von industrieller Messtechnik:

Trend 1: Präzision zählt

Diese Aussage ist klar: Für alle Befragten spielt die Präzision von industriellen Messverstärkersystemen eine entscheidende Rolle. Je präziser Messdaten in Maschinen und Anlagen erfasst werden können, desto höher sind die Möglichkeiten für eine belastbare Aussagekraft der Daten. Damit gelten auch in der Industrie die hohen messtechnischen Standards, wie sie in der Forschung und Entwicklung z.B. in Präzionsprüfständen bereits eingeführt sind.

Trend 2: Industrielle Automatisierung

Fast gleichauf in der Bedeutung mit Präzision ist für industrielle Messverstärkersysteme das Vorhandensein von Automatisierungsschnittstellen zu etablierten und zukünftigen Standards in der Automatisierungstechnik. Industrielle Messverstärkersysteme müssen zunehmend auch Steuerungs- und komplexe Auswertefunktionen dezentral übernehmen und deshalb optimal in die Anlagen zu integrieren sein.

Trend 3: Profi-Anbieter in der Messtechnik gewinnen

Die Messtechnik übernimmt eine immer bedeutendere Rolle beim Testen und in der Produktion. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Qualität der eingesetzten Messinstrumente.

Die Untersuchung hat klar ergeben, dass gerade in der im industriellen Umfeld Markenqualität und Messtechnikkompetenz zählt: Eine große Mehrheit der Nutzer sieht einen deutlichen Vorteil in Messinstrumenten von einem großen Messtechnik-Hersteller mit einem globalen Vertriebs- und Supportnetzwerk im Vergleich,z.B. zu lokalen Firmen oder reinen Komponentenzulieferanten.

Diese Trends zeigen auch klar die K.O.-Kriterien, bei denen ein Messsystem keine Chance mehr im industriellen Umfeld hätte:

K.O. Kriterien, welche zur Ablehnung von Messsystemen mit kleinen Kanalzahlen führen:

  • mangelnde Präzision
  • Kein Messeingang für die Größen Kraft/Drehmoment/Druck/Weg oder weitere Normsignale
  • Keine zeitgemäße Automatisierungsschnittstelle zur einfachen Integration
  • Keine Anwendungsberatung
  • Geringe Signalbandbreite.

PMX - Messinstrument der neuen Generation

Nutzer des Messverstärkersystems PMX können bereits heute von den großen Trendthemen profitieren. PMX – "der neue Industriestandard für Messtechnik" - bietet standardisierte Automatisierungsschnittstellen, eine anerkannt hohe Präzision und die Qualität der HBM-Spitzenmesstechnik – und dies zu einem attraktiven Preis. Erfahren Sie mehr über PMX…

Conjoint-Analyse HILCA: Die Methode erklärt

Die von Prof. Voeth entwickelte Conjoint-Methode „HILCA“, die der Lehrstuhl für Marketing der Universität Hohenheim in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der GfK und der Unternehmensberatung McKinsey zu einer für die Marktforschungspraxis einsetzbaren Conjoint-Software weiterentwickelt hat, ist vom Berufsverband deutscher Markt- und Sozialforschung mit dem „Innovationspreis 2008 der deutschen Marktforschung“ ausgezeichnet worden. Prof. Schwaiger von der LMU sah als Laudator in der HILCA-Entwicklung eine „vorbildliche Forschung für die (Markt-)Forschung."

Erstmals hat HBM eine wissenschaftliche Studie nach dieser neuen Methodik 2012 im weltweiten Messtechnik-Markt mit Prof. Dr. Voeth&Partner durchgeführt.

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