Alles kommuniziert: Das Internet der Dinge, Fundament der Industrie 4.0.

Der Drucker bestellt selbstständig eine Druckerpatrone nach, wenn ein kritischer Füllstand erreicht ist. Eine Maschine funkt dem Hersteller ihren Betriebszustand, der drohende Ausfälle rechtzeitig vermeidet. Werkstücke melden ihren Standort, damit der Produktionsprozess optimal geplant werden kann. Möglich macht dies das Internet der Dinge, in dem alle beteiligten Objekte untereinander kommunizieren. Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2022 etwa 14 Milliarden Geräte – unter anderem Produktionsmaschinen und Werkstücke – miteinander vernetzt sind und der Industrie 4.0 effizientere Prozesse bescheren.

Das Internet der Dinge (englisch: Internet of Things, IoT) bietet die Infrastruktur zur Vernetzung von Cyber-Physischen Systemen. Es ist damit das Fundament der Industrie 4.0. Konkret handelt es sich beim IoT um ein Netzwerk intelligenter Objekte, die sich über das Internet austauschen. Dazu stellen sie sich untereinander in Echtzeit Informationen über ihren jeweiligen Zustand zur Verfügung – beispielsweise über ihre Umweltbedingungen, ihre aktuelle Nutzung, über Alterung, Herkunft oder Zielort. In der Industrie 4.0 lassen sich so technische Prozesse inklusive ihrer Ressourcen und Geschäftsprozesse über verschiedene Produktionsebenen und Unternehmen hinweg sowie Informations-, Kommunikations-, Steuerungs- und Managementsysteme miteinander verknüpfen. Virtuelle und reale Welt werden so eins – davon profitieren Unternehmen dank Effizienzsteigerungen, Kostensenkungen und einer optimierten Ressourcennutzung.


Die Grundlagen des Internets der Dinge

Die technische Basis des Internets der Dinge ist die RFID-Technologie. Sie ermöglicht es, dass Waren und Geräte über eine eigene Identität in Form eines Codes verfügen. Eine eindeutige Identifikation von Objekten ist zudem auch mithilfe eines Strich- oder 2D-Codes möglich. Darüber hinaus sind im IoT vernetzte Objekte dank integrierter Sensoren in der Lage, in der realen Welt Zustände zu erfassen und mittels ihrer Aktoren Aktionen auszuführen. Zusammengefasst definieren die folgenden vier Eckpunkte das Internet der Dinge:

  • individuelle Informationen, die direkt am Objekt selbst gespeichert werden,
  • die Vernetzung der Objekte untereinander über das Internet,
  • das Treffen individueller Entscheidungen auf Basis lokal ausgewerteter Informationen und
  • individuelle Services auf Abruf zur ereignisorientierten Steuerung von Prozessen in Echtzeit.

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